Nach judenfeindlichen Schmierereien

Wieder in Langenau: Unbekannte sprühen erneut Hassparolen an Gebäude

Wieder haben Unbekannte mehrere Hassparolen an Hauswände in Langenau geschmiert. Auch Kirchengebäude sind erneut zum Ziel geworden. Doch dieses Mal haben die Parolen einen anderen Tenor.

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Von Autor/in Catharina Straß

"Fuck Deutsche" und "Deutsche vergaßen!" (inklusive Rechtschreibfehler) steht seit dem Wochenende an mehreren Wänden in Langenau. Unbekannte haben die Parolen aufgesprüht. Ob diese Taten in Zusammenhang mit mehreren am Wochenende zerkratzten Autos oder früheren Schmierereien stehen, will die Polizei jetzt prüfen. Fest steht: Erneut ist die Stadt Ziel von Vandalen.

Schon im vergangenen Jahr Schmierereien in Langenau

Erst im Dezember vergangenen Jahres waren in Langenau judenfeindliche Parolen aufgetaucht. Diesmal haben die mit roter Farbe gesprühten Beschimpfungen einen anderen Tenor.

So sind laut Polizeiangaben Schriftzüge wie "Deutsche vergaßen!" und "Fuck Deutsche" an Gebäuden der evangelischen und der katholischen Kirche aufgetaucht. Ein Mesner hatte die Schmierereien am Sonntagmorgen auf seinem Rundgang entdeckt und die Polizei verständigt.

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Polizei prüft Zusammenhang mit zerkratzen Autos

Auch in einer Kleingartenanlage haben Polizeibeamte Parolen entdeckt. Wie die Polizei mitteilte, hatten Unbekannte in der Nacht auf Sonntag außerdem mindestens acht Autos in Langenau zerkratzt. Ob die Tat in Zusammenhang mit den Schmierereien steht, will die Polizei jetzt prüfen und bittet um Hinweise von Zeugen.

Ein mit einer Parole beschmiertes Haus. Auch in einer Kleingartenanlage in Langenau (Alb-Donau-Keis) haben Polizeibeamte Parolen entdeckt.
In einer Kleingartenanlage in Langenau haben Unbekannte am Wochenende ebenfalls beleidigende Parolen hinterlassen. Maria Eichwald

Bürgermeisterin Daria Henning (CDU) teilte schriftlich mit, dass die Stadt die Taten "aufs Schärfste" verurteile. Neben dem finanziellen Schaden griffen die Taten "auch das Sicherheits- und Zusammengehörigkeitsgefühl unserer Gemeinschaft an".

In der Stadt gibt es seit Oktober 2023 immer wieder Anfeindungen pro-palästinensischer Aktivisten gegen den evangelischen Pfarrer Ralf Sedlak und die Gemeinde. Auslöser war der Überfall der Hamas, die der Pfarrer in einer Predigt auf Wunsch der Evangelischen Landeskirche Württemberg thematisiert hatte.

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