Frühlingshaftes, fast sommerliches Wetter in Baden-Württemberg könnte einige Herzen höher schlagen lassen. Und höher sollen auch die Temperaturen sein: Am Donnerstag gibt es Sonnenschein mit bis zu 21 Grad. Am Freitag soll es laut Deutschem Wetterdienst (DWD) sogar bis zu 23 Grad im Breisgau geben.
Das könnte ein neuer Rekord sein! Zum Vergleich: Die höchste Temperatur, die in Baden-Württemberg bisher in einem Februar gemessen worden sei, habe bei 22,5 Grad gelegen - am 29. Februar 1960 im südbadischen Müllheim. Grund für das warme Wetter ist laut Deutschem Wetterdienst (DWD) ein Hochdruckeinfluss, der sich in fast ganz Deutschland vollständig durchgesetzt hat.
Wetter bleibt am Donnerstag frühlingshaft, aber neblig
Am Donnerstagvormittag wird es vor allem in den Niederungen neblig. Im Tagesverlauf scheint dann aber weithin die Sonne, bei frühlingshaften Temperaturen zwischen 15 Grad in Oberschwaben und 21 Grad im Breisgau.
Dazu soll ein schwacher bis mäßiger, teils böiger Wind wehen. Auf dem Feldberg seien stürmische Böen möglich, so der DWD. Mit dem Wind könnte sogar auch etwas Saharastaub aus Südwesten nach BW kommen, erklärt SWR-Wetterexperte Michael Kost.
In der Nacht auf Freitag wieder Nebel und Frostgefahr
In der Nacht zum Freitag ziehen laut DWD hohe Wolkenfelder über das Land. Gebietsweise bilde sich erneut Nebel, vor allem an Flüssen und in Niederungen, aber kein Niederschlag. Die Tiefstwerte liegen der Prognose zufolge zwischen 8 Grad im Bergland und bis minus 1 Grad im Allgäu, wo örtlich Frost auftreten könnte.
Der Nebel dürfte sich am Freitag aber rasch auflösen. Es soll trocken und mild bleiben mit 17 Grad in Oberschwaben und bis zu 23 Grad im Breisgau. In den Hochlagen des Schwarzwalds seien starke bis stürmische Böen möglich. Am Wochenende ist jedoch Schluss mit Sonne - größtenteils wolkig mit einzelnen Regenschauern.
War es das jetzt mit dem Winter?
Die Frage aller Fragen: War es das jetzt mit dem Winter? Natürlich sieht es schon ganz gut aus, je mehr milde Temperaturen im Frühjahr zu uns kommen. "Es wird dann nie wieder so kalt, wie es schon war", so SWR-Wetterexperte Michael Kost. Doch den Begriff "Märzenwinter" gebe es aus gutem Grund: "Da kann schon noch eine Kaltfront mit entsprechender Feuchtigkeit kommen. Aber die Tage werden immer länger und die Sonne hat immer mehr Kraft." Einen richtigen längeren Wintereinbruch außerhalb der Hochlagen erwartet er nicht mehr. Denn: Frühlingsanfang für die Meteorologen ist am 1. März, kalendarisch aber dauert der Winter noch bis zum 20. März.
Der Frühling klopft an - auch für Allergiker
Mit den plötzlich steigenden Temperaturen kommen leider auch die Pollen zurück. Und viele Allergiker haben ebenso plötzlich Probleme, denn ein früher Frühling bedeutet auch ein früher Pollenflug.
Laut Polleninformationdienst stehen Hasel und Erle bereits vor der Hauptblüte. Allergikerinnen und Allergiker sollten gerade an milden, sonnigen Tagen Sport und längere Aufenthalte im Freien möglicherweise vorsichtig planen. Der Allergieinformationsdienst Helmholtz Munich empfiehlt empfindlichen Menschen, die Wohnung möglichst pollenarm zu halten, indem morgens gelüftet wird, abends die Haare gewaschen werden und nach einem Aufenthalt im Freien die Kleidung gewechselt wird.