Der Luftballon mit der pinkfarbenen Aufschrift "Sandra wird 50" samt einer daran baumelnden Postkarte hat am Sonntag in geringer Höhe ein Rollfeld am Stuttgarter Flughafen überquert. Wie die Bundespolizei berichtete, landete der Ballon im Bereich der westlichen Einflugschneise.
Luftballon landet auf dem Vorfeld des Stuttgarter Flughafens
Ein Bundespolizist hatte ihn entdeckt. Er war gerade auf Streife als er sah, wie ein Gegenstand am Terminal 1 vorbei flog. "Gerade wegen der vielen Drohnen in der Nähe von Flughäfen sind wir immer sehr wachsam", so Dennis Sommerfeld, Sprecher der Bundespolizei am Stuttgarter Flughafen.
Der Kollege sei hingefahren und habe dann gesehen, dass es ein Luftballon war. Er flog weiter Richtung Vorfeld der westlichen Einflugschneise. Dort sei der dann bei den parkenden Schneeräumfahrzeugen gelandet. "Wahrscheinlich hatte er kein Helium mehr und konnte deshalb nicht mehr weiterfliegen", vermutet Dennis Sommerfeld.
"Sandra" bekommt Glückwunschkarte von Bundespolizei
Der Kollege habe den Luftballon mit der Schnur und der Postkarte eingesammelt. Auf der Postkarte stand die Adresse des Geburtstagskindes.
Deshalb konnte die Bundespolizisten den Geburtstagsgag mitmachen. Sie schickten Sandra die Karte mit herzlichen Glückwünschen zum 50. Geburtstag zurück.
Geburtstagskind bekommt keine Strafe
"Die Dame hat strafrechtlich nichts zu befürchten", sagt Bundespolizist Sommerfeld, "sie konnte ja die Flugbahn des Luftballons nicht beeinflussen." Nur wer Luftballons vorsätzlich in der Nähe von Flughäfen steigen lässt, der müsse sich auf eine Strafe einstellen. "Denn so ein Luftballon kann ganz schnell den ganzen Flugbetrieb lahmlegen", warnt Sommerfeld.
Wenn die Piloten im Anflug sind, würden sie nicht erkennen können, was für ein Gegenstand übers Rollfeld fliegt. Dann müsste der Flugverkehr eingestellt werden, bis der Gegenstand gefunden sei.
Luftballons sind gefährlich für Flughäfen
"Ähnlich wie Vögel könnten auch mit Helium gefüllte Luftballons von den Turbinen eingezogen werden und dann Schäden verursachen", so die Sprecherin. "Im worst case kann ein auf diese Weise beschädigter Flieger auch vom Himmel kommen." Auch wenn ein solches Ereignis eher unwahrscheinlich sei, so warne die Bundespolizei davor, Luftballons zum Spaß in die Richtung von Flughäfen fliegen zu lassen.
Aber für Sandra heißt es: Ende gut, alles gut. Dank der Karte der Bundespolizei vom Flughafen Stuttgart wird sie ihren runden Geburtstag sicher nicht so schnell vergessen. Also dann: Fröhliches Aufatmen in Bad Kreuznach und alles Gute nachträglich zum Geburtstag!