Tourismus in der Region

Camping-Saison in der Westpfalz: Zufriedene Betreiber, neue Ideen

Camping boomt in der Westpfalz: Ein Campingplatzbetreiber im Donnersbergkreis zeigt, wie frische Ideen Gäste begeistern – mit Agility, Schwimmbecken und Safari-Feeling.

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Von Autor/in Viktoria Machleidt

Die vielen Buchungen auf dem Campingplatz in Gerbach am Donnersberg sind rekordverdächtig. Die Saison war sehr erfolgreich, sagt Betreiber Stef La Croix. Zusammen mit seiner Familie führt er den Platz seit einigen Jahren und freut sich, dass die Menschen – vor allem seit Corona – entdeckt haben, wie schön die Natur ist. Dieses Jahr spielte ihnen auch das Wetter in die Karten: "Es war wunderschön", so La Croix.

Es war eine wunderschöne Saison. Die Sonne war oft da. Es war mehr als prima.

Wie viele Übernachtungen es tatsächlich gab, wird noch bilanziert, denn die Saison ist erst vor wenigen Tagen zu Ende gegangen. Dieses Jahr schloss der Familienbetrieb etwas früher, da in den kommenden Monaten umfangreiche Baumaßnahmen geplant sind. So soll es beispielsweise eine komplett neue Sanitäranlage, zusätzliche WLAN-Masten sowie erweiterte Parkplätze geben. Außerdem sollen Wege neu gepflastert werden und eine Sportwiese ist in Planung. Schon in den vergangenen Jahren hat sich auf dem Campingplatz in Gerbach einiges getan.

Campingplatz in Gerbach im Donnersbergkreis
Campingplatz in Gerbach im Donnersbergkreis

Campingplatz Donnersberg baut seit Jahren aus

Um attraktiv zu bleiben, entwickeln die Betreiber ihren Campingplatz stetig weiter und erhöhen den Komfort für die Gäste. Zuletzt wurde der Platz an die Kanalisation angeschlossen, sodass das Abwasser nicht mehr separat wegtransportiert werden muss. Seit Mai dieses Jahres stehen zudem neue Safari-Lodges bereit. Auf dem Gelände gibt es außerdem ein Schwimmbecken und einen Weiher, Vierbeiner können sich auf einem Agility-Platz austoben. Das vielfältige Camping-Angebot in der Westpfalz zieht zunehmend auch Gäste aus skandinavischen Ländern an.

Campingplätze in der Westpfalz locken auch Gäste aus Skandinavien

Woher viele Besucherinnen und Besucher in diesem Jahr kamen, hat einige Campingplatzbetreiber überrascht. Sowohl im Donnersbergkreis als auch in Steinalben in der Südwestpfalz gab es in diesem Jahr viel Besuch aus Skandinavien. Einige Camper reisten aus Finnland und Dänemark an, ein paar aus Schweden, erzählt Winfried Krämer, Vorsitzender des Musikvereins, der den Campingplatz Moosalbtal in Steinalben betreibt.

Auch in Steinalben zeigt man sich mit der diesjährigen Auslastung sehr zufrieden. Nach Angaben des Vereins ist deutlich zu spüren, dass der Campingboom auch nach Corona anhält. Viele Neucamper, junge Paare und Familien zieht es auf den Campingplatz Moosalbtal. Der Musikverein resümiert: "Es war mit Sicherheit eines der sehr guten Jahre."

Gut besucht am Clausensee: Ferien, Feiertage und internationale Gäste

Über eine geringe Auslastung kann sich der Campingplatz am Clausensee in der Südwestpfalz ebenfalls nicht beklagen. "Es gab eine Steigerung bei den Buchungen – damit sind wir sehr zufrieden. Vom Gefühl her könnte es ein Rekordjahr werden", sagt Juliane Klüßendorf, die die Campingplatzbetreiber in Waldfischbach-Burgalben vertritt. Eine konkrete Bilanz will man noch nicht ziehen, denn die Herbstferien stehen erst bevor. In diesen zwei Wochen entscheiden sich erfahrungsgemäß viele Gäste noch spontan für den Camper, so Klüßendorf. In diesem Jahr kamen den Betreibern die günstig gelegenen Feiertage zugute. Positiv überrascht war man auch über den zahlreichen Besuch aus Finnland. Auch die Engländer seien wieder zurückgekehrt, sagt sie – früher kamen sie seltener.

Einzelne Campingplatzbetreiber in der Westpfalz ziehen positive Bilanz

Der viele Regen zu Beginn der Campingsaison in der Westpfalz hatte die Stimmung bei einigen Betreibern zunächst getrübt. Einige Plätze waren wegen Matsch sogar nicht befahrbar. Insgesamt blicken viele Betriebe jedoch auf eine positive Saisonbilanz. Ganz nach dem Motto: Was schlecht beginnt, kann bekanntlich gut enden.

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Autor/in
Viktoria Machleidt
Reporterin Viktoria Machleidt aus dem SWR-Studio in Kaiserslautern.

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