E-Autobrände für Feuerwehren inzwischen Routine

Brennendes E-Auto in Bad Breisig schnell gelöscht

Am frühen Mittwochmorgen ist in Bad Breisig ein E-Auto in Flammen aufgegangen. Verletzt wurde niemand. Der Brand konnte schnell gelöscht werden, weil die Feuerwehr gut vorbereitet war.

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Stand

Gegen 4:30 Uhr morgens befuhr der E-Hybrid-Wagen die Wallersstraße in Bad Breisig, als der Fahrer nach Polizeiangaben ungewöhnliche Zischgeräusche aus seinem Motorraum hörte und das Auto direkt abstellte. Schnell bildeten sich Rauch und erste Flammen, kurze Zeit später brannte das ganze Auto. Die Polizei Remagen geht von einem technischen Defekt am Akku aus.

Feuerwehren sind für E-Autobrand gut geschult

Die Freiwillige Feuerwehr Bad Breisig rückte an und konnte das Feuer relativ schnell mit speziellem Schaum löschen. Inzwischen seien alle Feuerwehrleute gut für solche Einsätze geschult, heißt von einem Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr. E-Autobrände seien deswegen längst Routine. Mit dem Löschschaum lassen sich demnach aber nur die brennenden Fahrzeugteile löschen. Der Akku bliebe auch danach noch sehr heiß und schmort weiter.

E-Auto brennt in Bad Breisig völlig aus: Wrack mit Akku wird in speziellem Wassercontainer gelöscht.
E-Auto brennt in Bad Breisig völlig aus: Wrack mit Akku wird in speziellem Wassercontainer gelöscht.

Autowrack mit Akku in Wassercontainer abgekühlt

Um dieses Problem zu lösen, verfügen einige Abschleppunternehmen inzwischen über spezielle Container. Das ausgebrannte Autowrack wurde auch in diesem Fall in solch einen Container geladen, mit Wasser geflutet und dann abgeschleppt.

Nach Angaben der Feuerwehr kann es bis zu drei Tage dauern, bis sich der Akku abkühlt. Eine Gefahr gehe von ihm nicht mehr aus, da er beim Abschleppunternehmen sicher im Wasserbad gelagert bleibe.

ADAC: E-Autos brennen nicht häufiger als Verbrenner

Der ADAC weist darauf hin, dass die Daten der deutschen Versicherer zeigen, dass E-Autos - anders als oft angenommen - nicht häufiger brennen als gewöhnliche Diesel oder Benziner. Allerdings sei der Löschvorgang aufwendiger, vor allem auch wegen der anschließenden Quarantäne der E-Autos im Wasserbad.

Aktuell gebe es einige Neuentwicklungen von Löschsystemen, die sich aber noch in der Versuchsphase befänden. Zum Beispiel könnten sogenannte Löschdorne durch das Batteriegehäuse getrieben werden, um den Akku mit Wasser zu fluten. Damit könnte sehr viel Wasser eingespart werden. Erste Hersteller bauten bereits eine Vorrichtung für solche Löschdorne in ihre Akkus ein, ob sich dieses System durchsetze, sei aber noch unklar, heißt es vom ADAC.

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Erstmals publiziert am
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Autor/in
Christian Giese-Kessler
Portraitfoto von Reporter Christian Giese-Kessler aus dem SWR-Studio Koblenz in Rheinland-Pfalz.

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