Veranstalter und Polizei zeigten sich mit dem Verlauf des Festivals zufrieden. "Nach drei Jahren mit Regen und kalten Nächten hatten wir endlich wieder perfektes Festivalwetter", freute sich Organisator Oliver Vordemvenne.
Polizei zieht positive Bilanz: "Erfreulich friedlich"
Die Polizei beschrieb das Festival in einer ersten Bilanz als "erfreulich friedlich". Der Eindruck der Beamtinnen und Beamten vor Ort zeige sich auch in den Zahlen und Statistiken: Delikte wie Diebstähle oder Körperverletzungen seien die absolute Ausnahme gewesen. Auch Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und Fahrten unter Drogeneinfluss seien im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich leicht rückläufig. Die Kontrollen bei der Abreise sind laut Polizei aber noch nicht abgeschlossen.
Auch der Kastellauner Bürgermeister Christian Keimer (CDU) war zufrieden mit dem Verlauf und bekannte: "Ich bin Fan der NATURE ONE, weil es offen, freundlich und bunt ist." Nicht nur auf dem Festivalgelände der ehemaligen Raketenbasis Pydna wummerten die Beats, auch auf dem Marktplatz im Ort legten DJs auf.
Bekannte DJs legten zwei Nächte auf
Bei dem Festival bekamen die Besucherinnen und Besucher quasi alle Genres der elektronischen Musik geboten: Mit dabei waren in diesem Jahr etwa 350 DJs und Live-Acts - unter anderem Alle Farben, Fatboy Slim, Felix Jaehn, Lilly Palmer, Neelix, Paul van Dyk und Sven Väth.
Und wer sich beim Tanzen noch nicht müde gemacht hatte, konnte das im städtischen Hallenbad nachholen: bei Aqua-Gymnastik mit lauter Technomusik.
30 Jahre DRK auf dem Festival
Einen besonderen Dank schickte Festival-Geschäftsführer Vordemvenne an das Deutsche Rote Kreuz (DRK), das mittlerweile zum 30. Mal bei der NATURE ONE vertreten ist. Das DRK war mit mobilen Einsatzteams unterwegs und betrieb zwei Medical Center - auf dem Camping- und auf dem Festivalgelände. Es seien rund 650 Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler aus Rheinland-Pfalz, Hessen, dem Saarland, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen im Einsatz gewesen. "Ihr seid die Besten", lobte Vordemvenne.
Partystimmung schon seit Mittwoch auf der Camping-Area
Doch nicht nur vor den großen Bühnen wurde getanzt. "Die bessere Party bekommst du im Camping-Village!" Das sagen viele, die schon seit Jahren am ersten Augustwochenende nach Kastellaun in den Hunsrück kommen. Laut Organisator Vordemvenne hat es auf den Zeltplätzen etwa 70 Bühnen von Privatleuten gegeben. Dort hätten mehr als 1.000 Hobby-DJs die Wiesen rund um das Festival in den "verrücktesten Campingplatz der Welt" verwandelt.
Anna feiert ausschließlich auf dem Campingplatz
Ein Beispiel ist der "Tower One", den etwa 90 Raver aus Mainz und Umgebung immer schon mittwochs aufbauen. Darunter sind ein hauptberuflicher Gerüstbauer, ein Elektriker und auch Anna aus Wöllstein (Landkreis Alzey-Worms). Sie sagte dem SWR, dass sie seit mehreren Jahren nur noch auf dem Campingplatz feiert: "Auf der Pydna kann man sich ja teilweise gar nicht gut bewegen, wenn ein cooler DJ am Start ist. Hier unten auf dem Campingplatz haben wir eine kleine, familiäre Version davon."
Kein Feuerwerk zum Abschluss
Anders als sonst hat es zum Ende der NATURE ONE kein Feuerwerk gegeben. Grund ist die aktuelle Waldbrandgefahr. Die Veranstalter teilten mit, dass sie zusammen mit den Behörden und der Feuerwehr zu dem Schluss gekommen sind, dass das Risiko zu groß ist.