Das Welterbekomitee der UNESCO hat auf seiner Sitzung in Paris die Entwürfe für die Umgestaltung der Tal- und Bergstation der Koblenzer Seilbahn abgesegnet. Wenn die Stationen umgebaut sind, darf die Seilbahn somit auf Dauer bleiben, ohne dass der Welterbestatus in Gefahr ist.
Gewinner des Architekturwettbewerbs Neue Talstation: So könnte die Seilbahn in Koblenz bald aussehen
Die Seilbahn in Koblenz ist beliebt, wird aber wegen ihrer Architektur kritisiert. Um den Weiterbetrieb zu sichern, muss sie umgestaltet werden. Eine Ausstellung zeigt jetzt die Pläne.
Um die Gestaltung der Seilbahn gibt es schon lange Diskussionen: Denn die Organisation ICOMOS, die die UNESCO in Welterbefragen unterstützt, hatte sich vor allem an dem modernen Design der Talstation gestört, die direkt neben der mittelalterlichen Kastor-Basilika steht. Es stand die Frage im Raum, ob die Seilbahn den Welterbestatus Oberes Mittelrheintal in Gefahr bringen könnte.
Langner: Umbau der Seilbahn kann bald beginnen
Für die Stadt Koblenz ist die Entscheidung des Welterbekomitees ein Erfolg: "Für uns bedeutet dies, dass wir nun in die Bauleitplanung einsteigen und den Umbau in Angriff nehmen können", sagte Oberbürgermeister David Langner (SPD).
Für uns bedeutet dies, dass wir nun den Umbau in Angriff nehmen können.
Das Komitee hätte sich laut Beschlussvorlage eigentlich gewünscht, dass die Talstation versetzt wird. Das ist laut Langner aber nicht möglich, das habe die Stadt geprüft: "Das wäre das Ende der Seilbahn gewesen." Dass die Umgestaltung der Talstation ausreicht, um den Welterbetitel nicht zu gefährden, freut den Oberbürgermeister - auch, wenn der Umbau keine einfache Aufgabe ist: "Wir müssen das genehmigen seitens der Stadt, es muss finanziert werden, all diese Dinge stehen natürlich auch noch an."
Welterbebeauftragte: Wunderbare Perspektive für BUGA 2029
Die Umgestaltung der Seilbahn ermögliche die dauerhafte Erhaltung der Seilbahn als beliebtes und klimafreundliches Verkehrsmittel, sagte die Beauftragte für das Welterbe des Landes Rheinland-Pfalz, Staatssekretärin Simone Schneider. "Das ist ein wichtiger Meilenstein, der wunderbare Perspektiven für die Stadt, die Region und nicht zuletzt die BUGA 2029 eröffnet."