Bei dem Busunfall vom Sonntagnachmittag in der Innenstadt von Neustadt war ein Gesamtschaden von rund 90.000 Euro entstanden. Die Betreibergesellschaft Palatina-Bus, zu der der Bus gehört, hat eine gründliche Untersuchung der Ursachen angekündigt. Laut Polizei war der Busfahrer wegen eines Defekts zwischen Sitz und Lenkrad eingeklemmt worden.
Der Sitz hat nach Angaben des Geschäftsführers von Palatina-Bus eine Luftfederung. Es sei das erste Mal, dass so ein Sitz ohne äußeren Einfluss ganz nach oben fährt. Der Fahrer hatte daraufhin nicht mehr lenken können und der Bus war gegen eine Hauswand geprallt.
Nach Polizeiangaben hatte sich der Unfall um 14:35 Uhr ereignet. Ersten Erkenntnissen zufolge war der 58-jährige Busfahrer auf der Exterstraße in der Nähe vom Hauptbahnhof unterwegs gewesen und war dann in die Landauer Straße abgebogen. Dabei war er gegen eine Hauswand gefahren. Die Polizei hatte schon den außergewöhnlichen Grund dafür festgestellt: ein technisches Problem mit dem Fahrersitz. Der Fahrer sei so stark ans Lenkrad gedrückt worden, dass er den Bus nicht mehr steuern konnte, hieß es. Deshalb sei er nach rechts von der Fahrbahn abgekommen.
Keine Verletzten - Schaden von mindestens 90.000 Euro
Zum Zeitpunkt des Unfalls war laut Polizei kein Fahrgast im Bus. Den Angaben zufolge war der Busfahrer alleine unterwegs und er wurde nicht verletzt. Auch auf dem Gehweg ist niemand verletzt worden.
Durch den Unfall sei am Bus ein geschätzter Schaden von rund 50.000 Euro entstanden. Am Haus schätzt die Polizei den Schaden auf rund 40.000 Euro - der Unfall wirke sich aber nicht auf die Statik des Hauses aus.
Straßen stundenlang gesperrt wegen aufwendiger Bergung
Für die Unfallaufnahme und Bergung des Busses war die Landauer Straße zwischen Bahnhofstraße und Schillerstraße, in der Nähe des Hauptbahnhofs, bis 19:30 Uhr gesperrt.
Der Bus musste abgeschleppt werden, weil er nicht mehr fahrbereit war.