Bahnstrecke Neustadt-Karlsruhe war drei Tage lang gesperrt

Nach schwerem Bahnunfall in Insheim - Regionalzüge fahren wieder

Drei Tage nach dem Zusammenstoß eines Regionalzugs mit einem Autotransporter in Insheim (Kreis Südliche Weinstraße) ist die Strecke Neustadt-Karlsruhe wieder für Züge freigegeben. Das teilte die Deutsche Bahn am Donnerstag mit.

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Stand

Nach der heftigen Kollision sprach die Polizei von einem Trümmerfeld von mehreren hundert Metern Ausmaß. Nach dem Unfall war die Strecke von Montagabend bis Donnerstagnachmittag für Reparaturarbeiten gesperrt, und Ersatzbusse unterwegs - betroffen waren die Regionalbahnen RE 6 Karlsruhe-Neustadt, RB 53 Neustadt-Wissembourg und RB 51 Neustadt-Landau-Karlsruhe.

Das war passiert

Der Fahrer eines Autotransporters war am Montagabend im stockenden Verkehr auf einem Bahnübergang in Insheim mit seinem Auflieger stehen geblieben, als sich die Schranken schlossen und sich die Regionalbahn näherte. Der Lokführer habe trotz einer Notbremsung den Zug nicht mehr rechtzeitig halten können, teilte die Polizei mit. Da der Zug, die Linie RB53, nicht in Insheim hält, war die Bahn recht schnell unterwegs. Es kam zum Zusammenstoß.

Der Transporterfahrer schaffte es noch, aus dem Lastwagen zu kommen, wurde aber durch herumfliegende Trümmerteile verletzt, wie die Polizei nach dem Unfall mitteilte. Der Lokführer blieb unverletzt. Drei Zugpassagiere erlitten durch die Wucht des Aufpralls leichte Verletzungen. Alle Verletzten wurden vorübergehend ins Krankenhaus gebracht.

Feuerwehr war mit Einsatzkräften vor Ort

Der Autotransporter brannte. Zudem soll es mehrere Explosionen gegeben haben. Die Feuerwehr war mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort, ebenso Technisches Hilfswerk und Rettungskräfte. Nach Angaben der Polizei Landau waren insgesamt mehr als 110 Rettungskräfte im Einsatz und allein 21 Rettungswagen vor Ort. Die Ermittler schätzen den Sachschaden auf mehrere 100.000 Euro. Der Transporter hatte keine Autos geladen.

An einem Bahnübergang im südpfälzischem Insheim ist ein Regionalzug mit einem Autotransporter zusammengestoßen. Mehrere Menschen wurden leicht verletzt.
Das völlig ausgebrannte Wrack des Autotransporters neben dem Bahnübergang in Insheim Thilo Eickhoff

Nachbarin in Insheim: "Es war ein furchtbar lauter Knall"

"Wir sind hart an einer Katastrophe vorbeigeschrammt", hatte Dieter Kost, Beigeordneter in Insheim, am Tag nach dem Unfall dem SWR gesagt. Viele Anwohner waren geschockt.

"Es war ein furchtbarer, lauter Knall", erzählte eine Nachbarin dem SWR am Dienstagmorgen. Ihr Mann habe am Montagabend dann sofort die Rettungskräfte alarmiert. Ich zittere jetzt noch am ganzen Körper und meine Tochter hat noch einen Schock", sagte eine andere Anwohnerin. Nach dem Unfall habe sie die ganze Nacht kaum geschlafen.

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Meterhohe Flammen schlagen nach dem Zusammenprall von Zug und Transporter aus dem Lkw Nonstop News

Ersthelfer kümmerte sich um Lkw-Fahrer

Ein anderer Nachbar, Michael Wendel, war sofort als Ersthelfer vor Ort. "Ich habe vor dem Fernseher gesessen, als Feuer in den Himmel schoss." Er sei dann raus gerannt, habe sich den Feuerlöscher in der Garage geschnappt und den brennenden Lkw löschen wollen. "Aber das ging nicht, es war zu heiß", schildert er dem SWR am Morgen danach. "Es war schon heftig".

Er habe sich auch - noch bevor die Rettungskräfte eintrafen - um den verletzten Lkw-Fahrer gekümmert, der auf den Gleisen lief. Sein Sohn habe den Verbandskasten aus der Wohnung geholt. Der Fahrer habe "total unter Schock" gestanden.

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Regionalbahn prallt auf Autotransporter SWR-Reporterin vor Ort: "Aufprall muss heftig gewesen sein"

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Jessica Cichy, SWR Aktuell Studio Ludwigshafen
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Panja Schollbach arbeitet als Redakteurin im SWR-Studio Mannheim-Ludwigshafen
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Felicitas Reichold, Reporterin und Redakteurin im SWR-Studio Ludwigshafen

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