Dieses Jahr hat das Luchsprojekt sechs neue Luchse mit speziellen Wildkameras entdeckt, heißt es von den Experten des Koordinationszentrums Luchs und Wolf (KLUWO). Erst wenn Kot oder Speichel von diesen Tieren gefunden wurde, lässt sich feststellen, wie alt sie sind. Das bisher untersuchte Material zeigt: Es gibt mindestens schon zwei Nachfolge-Generationen von Luchsen im Pfälzerwald. Vielleicht sogar schon eine dritte Generation, doch dafür braucht es noch Gen-Analysen.
Luchse vermehren sich im Pfälzerwald, aber es gibt auch Inzucht
Im Pfälzerwald leben wohl 25 Luchse. Sie vermehren sich, auch über die französische Grenze hinweg. Noch besteht allerdings die Gefahr der Inzucht, dass Geschwister miteinander Nachwuchs haben. Laut der KLUWO-Experten ist das wohl auch schon passiert. Die Verantwortlichen betonen allerdings, dass die Wiederansiedlung geglückt ist. Es wurde ein "Populationskern" geschaffen - also eine minimale Zahl an Tieren, die sich eigenständig vermehren. Auch bleibt die Zahl in den letzten Jahren konstant.
Seit der Wiederansiedlung gab es 44 Jungtiere. Mindestens 17 davon leben im Pfälzerwald. Sechs Luchse sind nachweislich gestorben. Es gibt noch mehr Luchse, die nicht mehr nachzuweisen sind. Bei ihnen ist unbekannt, ob sie tot oder abgewandert sind. Vielleicht sind die Tiere sogar einfach da - ohne von Fotofallen erfasst zu werden.