30 Jahre Haft wegen Kindesmissbrauchs

In Mainz festgenommener: Straftäter soll an Türkei ausgeliefert werden

Der türkische Staatsangehörige, der vergangene Woche in Mainz festgenommen wurde, wird wahrscheinlich an die Türkei ausgeliefert. Der Mann war aus einem Gefängnis in der Türkei geflohen.

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Von Autor/in Christiane Spohn, Lucretia Gather, Andreas Neubrech

Der 29-jährigen Mann war in der Türkei zu 30 Jahren Haft verurteilt worden. 14 davon muss er noch absitzen. Als er aus dem türkischen Gefängnis ausgebrochen war, setzte er sich nach Deutschland ab. Vergangene Woche wurde er in der Mainzer Oberstadt gefasst.

Übergabe an türkische Behörden geplant

Das Verfahren gegen ihn wurde von der Generalstaatsanwaltschaft Rostock geführt. Ein Sprecher sagte, der Mann sei in Deutschland dem Haftrichter vorgeführt worden. Wenn das Bundesjustizministerium zustimmt, wird er den türkischen Behörden übergeben.

30 Jahre Haftstrafe wegen Kindesmissbrauchs

Der 29-Jährige war unter anderem wegen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs, Freiheitsberaubung und mehrerer Einbrüche in Geschäfte verurteilt worden. Das Mobile Einsatzkommando des Hessischen Landeskriminalamts schließlich nahm ihn vergangene Woche fest.

Dramatische Festnahme in Mainz

Augenzeugen berichteten, wie die Festnahme ablief. In der Nähe des Pariser Tors in der Mainzer Oberstadt habe plötzlich ein Fahrzeug ein anderes ausgebremst. Ein drittes Fahrzeug habe den Wagen dann von hinten blockiert. Vermummte und bewaffnete Einsatzkräfte hätten dann dem Mann die Hände auf dem Rücken fixiert.

Wie schnell der Mann nun den türkischen Behörden übergeben wird, ist unklar. In der Regel passiert das an einem deutschen Flughafen.

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Autor/in
Christiane Spohn
Christiane Spohn ist Reporterin im SWR Studio Mainz
Lucretia Gather
Andreas Neubrech

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