Die Karrié Bau GmbH wird jetzt beim Amtsgericht Mainz einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen. Hintergrund sind laut der Firma die Folgen vergangener und aktueller Krisen, die die gesamte Bauindustrie stark unter Druck gesetzt haben.
Verunsicherung bei Vertragspartnern
Vor gut zwei Wochen hatte bereits die Tochtergesellschaft, die Karrié Bauwerkserhaltung GmbH, einen Insolventantrag gestellt. Davon waren alle Standorte außerhalb von Mainz betroffen. Neben dem Hauptsitz in Rheinland-Pfalz hat Karrié noch Standorte in Stuttgart, München, Hamburg, Recklinghausen und Erfurt.
Die Insolvenz hat bei den Auftraggebern für große Verunsicherung gesorgt. Außerdem forderten die Lieferanten, dass Karrié seine Rechnungen schneller bezahlt. Dadurch ist es nach Angaben der Firma zu großen Geldproblemen gekommen. Die Konsequenz: Der Insolvenzantrag.
Wie geht es weiter mit Bauprojekten?
Das Unternehmen gibt an, dass man alle laufenden Bauprojekte, zu denen zum Beispiel auch das Mainzer Taubertsbergbad gehört, pünktlich fertigstellen will.
Probleme gibt es allerdings bei Bauprojekten von Privatleuten. Hier sind laut SWR-Informationen die Arbeiten auf einigen Baustellen bereits eingestellt worden. Betroffen seien Projekte im Landkreis Mainz-Bingen.
Unser Ziel ist die Fortführung des Betriebs sowie die termingerechte Fertigstellung aller laufenden Bauprojekte in gewohnter Qualität.
Das Mainzer Familienunternehmen Karrié Bau realisiert Projekte im Schlüsselfertigbau, Hoch- und Industriebau sowie im Gussasphalt. Das familiengeführte Unternehmen beschäftigt aktuell 170 Mitarbeitende in Mainz.
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