Neben Verbrauchsartikeln wie Lebensmitteln, Windeln, Einmalhandschuhen und anderem medizinischen Material warten auch viele Rollatoren darauf, verladen zu werden. Sie machen das Leid in der Ukraine in diesem Raum am ehesten greifbar.
Es kehren super viele Soldaten schwerverletzt von der Front zurück, teilweise mit Amputationen. Die Rollatoren helfen ihnen, wieder ins Leben zurückzufinden.
Denn viele Soldaten würden an der Front schwer verletzt, manchen müssten Beine amputiert werden. Deshalb würden in den Rehazentren dringend Rollatoren benötigt, erklärt Maxim Juschak, Vorsitzender der Ukraine-Hilfe Worms.
Sechs Autos bleiben in der Ukraine
Am meisten freut er sich, dass der Verein dieses Mal auch Autos in die Ukraine bringen kann. 15 Helfer machen sich mit acht Fahrzeugen auf den Weg. Sechs davon bleiben in dem Kriegsland.
"Darunter ist ein Pritschenwagen für die Feuerwehr im Westen des Landes. Die hat all ihre Fahrzeuge in den Osten abgegeben – dorthin, wo es brennt. Aber die Feuerwehr im Westen muss selbst ja auch handlungsfähig bleiben", so Juschak.
Zwei Busse für Evakuierungen aus dem Kriegsgebiet
Außerdem bleiben zwei Busse in der Ukraine, die als Evakuierungsbusse eingesetzt werden. In ihnen sollen verletzte Menschen erstversorgt und aus dem Kriegsgebiet gebracht werden, wenn sie bei einem Angriff verletzt worden sind.
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Lehrerin aus der Ukraine sorgt sich um ihre Schüler
Finanziert hat der Wormser Verein die Fahrzeuge über Geldspenden. Besonders rührend fand Juschak, als neulich eine junge Schülerin vorbeikam und ihr Taschengeld für die Ukraine-Hilfe spendete.
Aber auch viele Erwachsene unterstützen die Aktion. Zum Beispiel eine Lehrerin aus der Ukraine. Sie ist nach Worms geflüchtet und zeigt auf dem Handy Bilder "ihrer Kinder", wie sie sie nennt. Gemeint sind ihre Schülerinnen und Schüler: "Ich bin immer in Sorge um meine Schüler, die ich über viele Jahre in der Ukraine unterrichtet habe. Es sind so viele an der Front, die immer wieder Gefahren ausgesetzt sind."
Begleiter haben keine Angst auf dem Weg in die Ukraine
Insgesamt sind die Helfer knapp eine Woche unterwegs. Sie planen zwei Tage für die Anreise ein. Dann verbringen sie ein paar Tage vor Ort, um die Hilfsgüter zu verteilen. Anschließend geht es wieder nach Hause.
Ein ungutes Gefühl, in ein Land zu fahren, in dem Krieg herrscht, hätten die Helfer nicht mehr, sagt Juschak. Die meisten waren schon früher bei solchen Fahrten dabei.
Weitere Transporte sollen folgen
"Wir merken eher, dass uns das als Team zusammenschweißt. Und eine starke Komponente liegt darin, dass wir etwas sehr Sinnvolles machen. Das sehen wir direkt vor Ort, wenn wir die Sachen übergeben. Dieses Gefühl überwiegt", beschreibt der Vorsitzende die Atmospäre während des Transports.
Und auch, wenn Maxim Juschak und die anderen freiwilligen Helfer bald wieder zurück sein werden, eins steht für ihn fest: Diese Tour wird nicht die letzte Hilfslieferung sein. Weitere werden folgen.
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