Der Winter schaut nochmal vorbei

Schnee und Glätte in Teilen von Rheinland-Pfalz

Schnee und Glätte haben am Donnerstagmorgen örtlich für Probleme auf den Straßen gesorgt. In Höhenlagen von Eifel, Westerwald und Hunsrück lag eine geschlossene Schneedecke.

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Stand

Nach Angaben der Polizei kam es zu mehreren Unfällen mit Blechschäden – unter anderem auf der B270 im Hunsrück zwischen Mittelreidenbach und Oberreidenbach. Dort rutschten Autos in den Graben. Außerdem stürzten Bäume um. Auf der Hunsrückhöhenstraße bei Morbach-Gutenthal steckten Lkw fest. Auch in der Eifel, auf der B410 zwischen Büdesheim und Rockeskyll, standen mehrere Lastwagen quer. Die Räum- und Streufahrzeuge sind im Einsatz. Die Lage hat sich laut Polizei insgesamt beruhigt. Vereinzelt könne es noch zu Verkehrsbehinderungen kommen.

Schnee auf Autobahnen im Norden von RLP

Auch auf großen Hauptverkehrsstraßen lag teils Schnee und es bestand Rutschgefahr - etwa auf der A48 zwischen dem Dreieck Vulkaneifel und dem Kreuz Koblenz, sowie auf der B255 Montabaur Richtung Rennerod. Laut Polizei standen Fahrzeuge teils quer. Im Rhein-Hunsrück-Kreis auf der L206 zwischen Gründelbach und Utzenhain stürzte ein Baum um. All das führte zu Staus auf den Straßen. In Westerwald fiel am Morgen in Teilen der Verbandsgemeinde Selters vorübergehend der Strom aus.

Fahrzeuge sind auf der verschneiten Bundesstraße B255 in Fahrtrichtung Rennerod unterwegs.
Fahrzeuge sind auf der verschneiten Bundesstraße B255 in Fahrtrichtung Rennerod unterwegs. picture alliance/dpa | Sascha Ditscher

Busverkehr wurde vielerorts eingestellt

Wegen des Schneefalls gab es auf vielen Buslinien im nördlichen Rheinland-Pfalz Einschränkungen und Ausfälle. Im Kreis Mayen-Koblenz wurde der Busverkehr wegen Eisregens und Schneefalls komplett eingestellt. Das meldeten die Verkehrsbetriebe Mittelrhein. Auch im Brohltal fuhr kein Bus. Außerdem kam es im Kreis Altenkirchen auf allen Linien des Westerwaldbusses teils zu großen Verspätungen und Ausfällen, teilte die Westerwaldbus GmbH mit. Auch im Hunsrück, im Taunus, in der Eifel und am Mittelrhein fuhren viele Busse verspätet: Die Busunternehmen berichteten auch dort, dass sie einige Fahrten teils komplett streichen mussten. Es kann noch zu einigen Verspätungen kommen.

Unfall bei Essenheim - ein Verletzter

Auf der L426 bei Essenheim kam es am Morgen zu einem Verkehrsunfall mit einer verletzten Person. Ein Autofahrer verlor auf dem Schnee die Kontrolle über sein Fahrzeug und rutschte in den Gegenverkehr. Dort stieß er mit einem Auto zusammen und schob dieses in den Graben. Der Fahrer des ersten Autos wurde zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht.

Unfälle auf der B9 - Baum umgestürzt

Auch in der Region Rheinhessen-Nahe krachte es in der Nacht zum Donnerstag. Auf der B9 bei Niederheimbach fiel wegen Schnees und Wind ein Baum um - direkt vor einem Transporter. Der Fahrer prallte mit seinem Fahrzeug trotz Vollbremsung in den Baum, kam aber ohne Verletzungen davon. Mehrere Äste auf der Straße beschädigten ein zweites Auto. Auch dessen Fahrer blieb unverletzt.

Bei Stromberg blieben zwei Lkw wegen des Schnees zeitweise liegen. Einen längeren Stau gab es auf der A61 bei Stromberg wegen eines Lkw-Unfalls. Im Süden von Rheinhessen war die Lage dagegen entspannt - "es regnete", so die Polizei.

Rund um Mainz krachte es rund 20 Mal

Seit 6.00 Uhr gab es etwa 20 Unfälle rund um Mainz, so die Polizei. Dabei blieb es bei Blechschäden. In Mainz und umliegenden Gemeinden konnten Busse wegen Schneeglätte einige Haltestellen nicht anfahren. Das meldete die Mainzer Mobilität. Es betraf vor allem Steigungen in Wackernheim, Ober-Olm oder Mainz-Lerchenberg.

Keine Schulbusse im Donnersbergkreis

Auch im Donnersbergkreis wurde am Morgen der Schulbusverkehr wegen schneebedeckter oder vereister Straßen vorübergehend eingestellt.

Erst frostig kalt, am Wochenende deutlich milder

Im Laufe des Donnerstags ging der Schnee in Regen über, zumindest im Flachland. In Eifel und Hunsrück konnte es zu gefrierendem Regen und Glatteis kommen. Der Deutsche Wetterdienst geht aber davon aus, dass es am Abend nur noch leichte Niederschläge gibt und sie in der Nacht ganz abklingen. Bei 0 bis minus 3 Grad wird es allerdings frostig kalt, im Westerwald kann das Thermometer sogar auf minus 6 Grad sinken. Die Straßen können dann wieder glatt werden. Zum Wochenende hin ist dann Schluss mit Winter, wie SWR-Wetterexperte Sven Plöger verrät. Die Temperaturen erreichen zweistellige Werte.

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SWR

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