Die Hacker versuchen die öffentliche Webseite der Stadt durch Botnetze zu überlasten und so lahmzulegen. Seit dem Wochenende war die Internetseite deshalb nicht erreichbar.
Inzwischen kann der Dienstleister, auf dessen Server die Website liegt, die Angriffe abwehren. Das sei vorher nicht möglich gewesen, weil Microsoft ein technisches Problem hatte, so die Stadt. Microsoft habe deshalb zeitweise den Zugriff auf die Firewall ihrer Cloud-Server gesperrt.
Stadt gibt noch keine endgültige Entwarnung
Da die Attacke weitergehe, könne noch keine endgültige Entwarnung gegeben werden. Im Laufe des Mittwochvormittags gab es noch immer wieder Störungen.
"Der Angriff wird von Computern aus der ganzen Welt aus geführt", so Michael Schmitz, Sprecher der Stadt Trier. Dazu würden die Hacker möglicherweise mit einem Virus infizierte Rechner fernsteuern, ohne dass die Besitzer dies merken.
Ist wieder Russland verantwortlich?
Die Attacke dauert seit dem Wochenende an und sei um ein Hundertfaches stärker als die letzte Attacke Ende Juli. Damals habe sich ein russisches Hacker-Kollektiv dazu bekannt. Als Hintergrund wurde der russische Angriffskrieg auf die Ukraine vermutet, denn es waren mehrere deutsche Städte betroffen, die alle eine Partnerstadt in der Ukraine haben.
"Dieses Mal sind wir offenbar als einzige Stadt betroffen", sagte Pressesprecher Michael Schmitz dem SWR. Deshalb könne man sich bislang auch nicht erklären, was hinter dem Angriff steckt.
Daten sind nach Auskunft der Stadt sicher
Nach Angaben der Stadt betrifft der Angriff nur die öffentliche Internetseite. Die interne städtische IT sei nicht betroffen. Alle internen Daten - auch die der Bürgerinnen und Bürger - seien sicher.