Noch nichts vor in den Herbstferien? Dann lohnen sich diese sieben Tipps. Ob Felsenlandschaft, Wasserfälle, Maare-Wanderung, Ritterburg oder Rangertour - für jeden Geschmack ist etwas dabei.
Die Tipps im Überblick:
- Teufelsschlucht in Irrel
- Irreler Wasserfälle
- Wandern rund um die Eifel-Maare
- Schloss Hamm
- Rangertour am Nationalpark-Tor Keltenpark
- Herbstferienprogramm im Naturpark Saar-Hunsrück
- Kulturweg "Von Kurköln zu den Deutschherren" in Zeltingen-Rachtig
Teufelsschlucht in Irrel
Zwischen Irrel und Ernzen in der Südeifel liegt die Teufelsschlucht - ein Naturdenkmal, das mit engen Felsspalten, meterhohen Felswänden und moosbewachsenen Felstürmen fast wie eine Filmkulisse wirkt. Entstanden ist die Schlucht gegen Ende der letzten Eiszeit.
Wer loswandern möchte, hat mehrere Möglichkeiten: den 17 Kilometer langen Premiumwanderweg "Felsenweg 6", den kleinen Rundweg Teufelsschlucht mit 1,6 Kilometern, den großen Rundweg mit 4 Kilometern oder die "Teuflische Acht" mit 6 Kilometern. Im Naturparkzentrum gibt es eine Tourist-Info, ein Naturparkmuseum und das Bistro "Teufels Küche".
Irreler Wasserfälle
Ganz in der Nähe rauschen die Irreler Wasserfälle. Sie entstanden ebenfalls zum Ende der letzten Eiszeit. Die Flutkatastrophe 2021 hat hier sichtbare Spuren hinterlassen und unter anderem die alte überdachte Wanderbrücke zerstört. Seit Herbst 2023 führt aber eine neue, teilweise barrierefreie Hängebrücke über die Prüm. Das Naturdenkmal bietet eine eindrucksvolle Kulisse aus Wasser, Felsen und dichtem Grün.
Wanderwege, Radtouren und Freizeitparks Diese Tipps gibt es für die Herbstferien in RLP
Wanderungen, Kulturangebote oder Freizeitparks: Hier finden Sie Vorschläge, was Sie mit der Familie während der Herbstferien in Rheinland-Pfalz unternehmen können. Und bei schlechtem Wetter locken Technik-Museen.
Wandern rund um die Eifel-Maare
Ein weiteres Highlight sind die Eifel-Maare, die "Augen der Eifel", zwischen Gillenfeld und Daun. Die vulkanischen Seen sind nicht nur im Sommer als Badeseen interessant, sondern auch im Herbst als Wanderrevier. Rund um das Gemündener Maar, das Schalkenmehrener Maar, das Meerfelder Maar und das Pulvermaar führen gut begehbare Wege.
Um das Pulvermaar verläuft ein rund 2,5 Kilometer langer Waldweg, der sich für einen kurzen Spaziergang anbietet. Wer länger unterwegs sein möchte, startet auf dem 11,3 Kilometer langen Wanderweg "HeimatSpur MaareGlück". Er beginnt in Schalkenmehren, führt am Schalkenmehrener Maar, am Weinfelder Maar und am Gemündener Maar vorbei und ist für die Wahl zum schönsten Wanderweg Deutschlands nominiert.
Schloss Hamm
Richtung Eifel wartet mit Schloss Hamm ein echtes Mittelalter-Highlight. Die von Wäldern und der Prüm umgebene Anlage gilt als eine der größten mittelalterlichen Wehranlagen der Eifel und wurde 1052 erstmals urkundlich erwähnt. Heute gehören dazu das Haupthaus, zwei hohe Wehrtürme, eine Kapelle mit spätromanischem Gewölbe, ein gotischer Saal, eine Wehrmauer und mehrere Nebengebäude. Obwohl es in Familienbesitz ist, ist es seit 1998 in Teilen öffentlich zugänglich. Rund um das Schloss gibt es Wanderwege.
Rangertour am Nationalpark-Tor Keltenpark
Im Nationalpark Hunsrück-Hochwald öffnet das Nationalpark-Tor Keltenpark in Otzenhausen, einem Ortsteil von Nonnweiler im Saarland, den Zugang zu einer Rangertour. Dabei können große und kleine Naturfans den Park aus Profi-Perspektive kennenlernen. Die Strecke ist etwa 4,5 Kilometer lang, dafür sollten 3 bis 3,5 Stunden eingeplant werden. Feste Schuhe und wetterangepasste Kleidung sind sinnvoll.
Pro Tour können bis zu 20 Personen teilnehmen, nach vorheriger Anmeldung und kostenlos. Bei gutem Wetter finden die Rangertouren mittwochs vom 7. bis 28. Oktober statt. Fällt die Tour wegen schlechten Wetters aus, gibt es an denselben Tagen eine Führung durch die Innenausstellung des Keltenparks.
Herbstferienprogramm im Naturpark Saar-Hunsrück
Ein volles Programm bietet der Naturpark Saar-Hunsrück mit seinem Herbstferienangebot vom 6. bis 17. Oktober. Kinder und Erwachsene können aus vielen Aktivitäten wählen: Pilzspaziergänge in Gusenburg und Hattgenstein, eine Gewässer-Entdecker-Tour in Dhronecken, eine Biberwanderung in Hermeskeil sowie das Bauen von Wichtelhäusern in Hattgenstein und Nisthilfen in Otzenhausen. In Dhronecken erkunden junge Entdecker zusätzlich die bunte Herbstzeit und erleben direkt auf spielerische Weise, was Nachhaltigkeit in der Natur bedeutet. Die Anmeldung für die verschiedenen Veranstaltungen läuft über den Naturpark Saar-Hunsrück.
Kulturweg in Zeltingen-Rachtig
Wer Geschichte mag, kommt auf dem Kulturweg "Von Kurköln zu den Deutschherren" in Zeltingen-Rachtig auf seine Kosten. Der rund 7 Kilometer lange Weg führt durch Weinberge sowie die historischen Ortskerne von Zeltingen und Rachtig. Die Doppelgemeinde war bis zum Ende des 18. Jahrhunderts eine kurkölnische Exklave im Gebiet des Erzbistums Trier - eine Besonderheit, die sich auf dem Weg eindrucksvoll nachverfolgen lässt.
Historisch gibt es Informationen zum Spätmittelalter, zur Neuzeit und zur Französischen Revolution, kunstgeschichtlich zu Epochen von der Gotik bis zum Spätbarock. Für die Tour sollten etwa zwei Stunden eingeplant werden.