ARD Sounds Sound Art - ARD Klangkunst und Ars Acustica-Hörspiele
Kunst zum Hören! Das Klanglabor, in dem Musik auf Literatur und Bildende Kunst trifft. Hier experimentieren internationale Sound-Artists mit allem, was klingt.
In diesem Jahr ging der Karl-Sczuka-Preis für Hörspiel als Radiokunst an Leona Jones, der Karl-Sczuka-Förderpreis an Jorn Ebner und das Karl-Sczuka-Recherchestipendium 2025 in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut an DinahBird.
Die Auszeichnungen wurden vom Südwestrundfunk (SWR) vergeben und vom Hauptabteilungsleiter Kultur und Wissen, Wolfgang Gushurst, in Vertretung des Intendanten des SWR Kai Gniffke, verliehen.
Sie hören den Mitschnitt der Preisverleihung vom Nachmittag, die als öffentliche Veranstaltung im Strawinsky Saal der Donauhallen stattfand.
Der Vorsitzende der unabhängigen Jury Olaf Nicolai führte ein Gespräch mit den Preisträger*innen zu ihren Preiswerken. Die Moderation hatte Eva Maria Müller.
Der sich kontinuierlich entwickelnde Zusammenhang des menschlichen Eindringens in die Wüsten- und Tundra-Regionen Australiens und unser Verständnis dieser radikalen und faszinierenden Lebenswelt stecken das Themenfeld dieses Experimentes ab. Die beiden Autoren schreiben hierzu: "… Ausgangspunkt ist die akustische Thematisierung unterschiedlicher gescheiterter Versuche menschlicher Eingriffe und die darauf erfolgte Verdrängung des Menschen durch die Natur in diesen Gebieten. Im Rahmen mehrwöchiger Aufenthalte im Jahr 2015 entlang der historischen Telegraphenlinie zwischen Adelaide und Alice Springs sowie deren Umgebung sind wir in die akustischen Welten diverser menschlicher Hinterlassenschaften eingedrungen …"
Hörstück von Werner Dafeldecker und Lawrence English
Komposition und Realisation: Die Autoren
Produktion SWR 2016
Werkstattgespräch mit dem Komponisten und Improvisationsmusiker Werner Dafeldecker über die Produktion des Hörstückes "Echoes of Humanity", das SWR Kultur Hörspieldramaturg Frank Halbig im Jahr 2016 geführt hat.
Auf Grundlage der Kassiber, mit denen sich die isolierten RAF-Gefangenen während des Hungerstreiks in Stammheim verständigten, versucht das Stück, etwas über die Macht von Namen und Benennungen herauszubekommen und darüber, wie sich Hierarchien sprachlich abbilden und verfestigen. Als Überraschungsgäste treten auf: Ludwig Wittgenstein, Herman Melville und höchstwahrscheinlich auch das Rumpelstilzchen. Soweit das reichlich willkürliche Setting.
Querverbindungen und Vorwegnahmen zuhauf.
Hörspiel von Ulf Stolterfoht und Thomas Weber
Mit. Kathrin Wehlisch und Markus Meyer
Komposition: Thomas Weber
Musik: Kammerflimmer Kollektief (Heike Aumüller, Christopher Brunner, Johannes Frisch, Thomas Weber)
Regie: Iris Drögekamp und Thomas Weber
Produktion: SWR 2019
Das Hörstück Oroboro basiert auf Alltagsgeräuschen und akustischen Schleifen. Solche Loops sind auf verschiedenen Ebenen präsent: Lange und kurze sind über das ganze Stück verteilt, um das Klangmaterial, das aus Online-Soundarchiven stammt, in seiner narrativen Form in Bewegung zu bringen.
Oroboro ermöglicht konstruktives Hören und vermittelt zwischen einem Erzählen mit Geräuschen und Musikalität. Das Stück dreht sich um die Erkennbarkeit und die Bedeutungen, die wir Geräuschen geben und wie wir daraus Geschichten formen.
Komposition und Realisation: Dominika Jerkić und Marc Matter
Mastering: Maral Salmassi
SWR 2025