Hörspiel als Radiokunst

Karl-Sczuka-Preis 2026 | Gespräch Rupert Enticknap erhält den Karl-Sczuka-Preis 2026 – Gespräch mit Olaf Nicolai

Die Jury des Karl-Sczuka-Preises unter dem Vorsitzenden Olaf Nicolai hat ihre Entscheidung getroffen:
Der Karl-Sczuka-Preis für Hörspiel als Radiokunst 2026 wird an Rupert Enticknap (*1986) für sein Hörstück „Die fünfte Jahreszeit" vergeben, eine bisher unveröffentlichte Eigenproduktion aus dem Jahr 2026.
Die Jury gab für ihre Entscheidung folgende Begründung:
Der Karl-Sczuka-Preis 2026 geht an das Hörspiel "Die fünfte Jahreszeit" von Rupert Enticknap. Der britische Klangkünstler unternimmt eine akustische Erkundungsreise zur Alemannischen Fastnacht. Fieldrecordings, vokale Gesten und Klangexperimente mit Kuckucksuhren‑Pfeifen werden in einem einzigen, ungeschnittenen Durchgang auf CDJ‑Decks live improvisiert und aufgenommen. Der experimentelle Echtzeit-Charakter der Produktion vermittelt eine subjektive Wahrnehmung kulturellen Brauchtums aus einer Beobachterperspektive zwischen Distanz und Nähe. In der Spannung zwischen Zeugenschaft und Teilnahme am Ritual reflektiert das Werk spielerisch die eigene künstlerische Praxis als interkulturelle ästhetische Erfahrung.
Den Förderpreis zum Karl-Sczuka-Preis 2026 erhält Khrystyna Kirik (*1995) für ihr Hörstück „State of Latitude“.
Die Jury gab für ihre Entscheidung folgende Begründung:
Khrystyna Kirik erhält den Förderpreis für ihre vierteilige Komposition "State of Latitude", die sich vier ukrainischen Naturräumen widmet. Kirik behandelt die Landschaft nicht als Hintergrund, sondern lotet ihre ökologischen und historischen Dimensionen aus, insbesondere ihre Veränderungen durch den Krieg. Die Präsenz der Vergangenheit und der Blick in die Zukunft finden sonischen Ausdruck in Klängen, die sich im Raum um ihre Hörerschaft bewegen. Die Jury zeichnet einen Ansatz aus, der aktuelle Ereignisse subtil in eigenständige ästhetische Klangsituationen übersetzt und die veränderten Naturverhältnisse sinnlich erfahrbar werden lässt.

Karl-Sczuka-Förderpreis 2025 Jorn Ebner: Polyphonie an der Peripherie

Den Förderpreis zum Karl-Sczuka-Preis 2025 erhält Jorn Ebner für sein Hörstück „Polyphonie an der Peripherie“

Karl-Sczuka-Recherchestipendium 2025 in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Dinah Bird: Surface Bruit

Das Karl-Sczuka-Recherchestipendium 2025 in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut geht an DinahBird für ihr Hörstück „Surface Bruit“.

Karl-Sczuka-Preis 2025 Karl-Sczuka-Preis für Radiokunst 2025 für Leona Jones

Mit dem Vorsitzenden der Jury, Olaf Nicolai, sprach Philine Sauvageot

Karl Sczuka Prize for works of radio art Regulations

Südwestrundfunk, a public service organization, awards a prize for works of radio art. The award goes to the best production of an audio work that uses musical material and structures in an acoustic performance.