Dübel, Schrauben, Nägel, Schotter, Gummistiefel und natürlich Gartenzwerge und Garten-Buddhas. All das findet man im Baumarkt – und mehr als das, man kann hier lernen, wie man ein eigenes Projekt anfängt und mehr oder weniger gut zu Ende bringt. Die deutsche Begeisterung für Baumärkte ist immens und paradox zugleich – denn einerseits gibt es mehr als 2500 dieser Schrauber-Supermärkte, während gleichzeitig mehr als 110.000 offene Stellen im Handwerk nicht besetzt werden können. Echte, körperliche Arbeit – die machen die Deutschen offenbar lieber nach Feierabend und am Wochenende. Vielleicht macht das ja den Charme des Selbermachens aus – das neue Gartenhaus ist zwar nicht perfekt, aber man hat es immerhin eigenhändig selbst gezimmert.
In dieser Matinee fragen wir nach, an welchen Projekten die Menschen im Südwesten gerade arbeiten, wir sprechen mit dem Schriftsteller Denis Pfabe – der jahrelang in einem Baumarkt Gabelstapler gefahren ist, weil er vom Schreiben allein nicht leben konnte. Wir denken über Selbstverwirklichung und die Maker-Szene nach, basteln selbst ein wenig und gehen der Frage nach dem Geheimnis der Baumarkt-Werbung nach. Und: Wir stöbern ganz nachhaltig im Baumarkt für historische Baustoffe und sprechen mit der Urbanistin Turit Fröbe über die architektonischen Sünden in deutschen Einfamilienhäusern.
Gesprächspartner dieser Sendung sind die Urbanistin Turit Fröbe, der Schriftsteller Denis Pfabe und der Journalist Moritz Metz.
Redaktion: Daniel Stender
Musikredaktion: Leonie Klein