Im Sommer 2014 überfällt der sogenannte Islamische Staat den Nordirak. Tausende Jesidinnen und Jesiden werden ermordet, entführt, versklavt. Familie Qasim überlebt den Völkermord knapp. Sie erhält Schutz in Deutschland, wo der Bundestag den Jesiden Sicherheit zugesagt hatte.
Doch dann droht die Abschiebung. Ihre Heimat sei wieder sicher, heißt es. Die Familie klagt gegen den Ablehnungsbescheid. Im Juli 2025, mitten in der Nacht, wird sie aus ihrer Unterkunft geholt und in den Irak abgeschoben – obwohl ein Urteil unmittelbar bevorsteht. Elf Minuten entscheiden über das Schicksal der Familie Qasim.
rbb 2026
Weitere Themen aus der Sendung
Feature Was vom Schutzversprechen bleibt – Eine jesidische Familie zwischen Hoffnung und Abschiebung
2014 verübte die Terrormiliz IS einen Genozid an den Jesiden im Nordirak. Der Bundestag sicherte geflüchteten Jesiden Schutz zu. Dennoch wird eine Familie mit Kindern abgeschoben.
Von Johanna Sagmeister und Maria Caroline Wölfle