18.1.1979

Grönland stimmt für Autonomie

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Von Autor/in ARD Archivradio

Grönland 1953: von der Kolonie zum Teil Dänemarks

Bis 1953 war Grönland eine dänische Kolonie. Dann wurde es entkolonisiert – was in dem Fall aber nicht zu einem eigenständigen Staat führte, vielmehr wurde Grönland ein Teil Dänemarks.

Doch mit der Zeit wuchs die Unzufriedenheit mit der Zentralregierung. Einschneidend war die dänische Bevölkerungspolitik. Um das Bevölkerungswachstum zu drosseln, ließ Dänemark mehrere tausend junge Frauen der indigenen Inuit zwangssterilisieren. Auch Dänemarks Beitritt zur Europäischen Gemeinschaft 1973 kam in Grönland nicht gut an, weil sich Grönlands Fischer bedroht fühlten.

1979: Volksabstimmung über autonome Selbstverwaltung

Am 18. Januar 1979 kommt es zur Volksabstimmung über eine autonome Selbstverwaltung – die Mehrheit stimmt dafür. Grönlands Außenpolitik wird weiter von Dänemark bestimmt, somit bleibt Grönland in der NATO, an den US-Raketen und Militärstationen ändert sich nichts. Bemerkenswert: Schon im Bericht von damals ist von sicherheitspolitischen Interessen die Rede und von Befürchtungen, Grönland könnte unter den Einfluss der Sowjetunion oder Chinas gelangen.

1982 kommt es zu einem weiteren Referendum. Grönland entscheidet sich für den Ausstieg aus der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft. Das geschieht 1985. 1987 wird das bis dahin existierende Grönlandministerium in Kopenhagen aufgelöst.

Grönland und Australien

Geografie Warum ist Grönland eine Insel und Australien ein Kontinent?

Grönland gilt gerade noch als Insel, Australien als Kontinent. Als die Kontinente definiert wurden, wusste die Wissenschaft allerdings noch nichts von Kontinentalplatten.

Politkrimi Camp Century in Grönland – Umweltskandal des Kalten Krieges

Grönland und die USA: Das Verhältnis zwischen den beiden hat eine längere Geschichte. Dazu gehört auch Camp Century – eine Basis für Atomraketen, die die USA im Kalten Krieg im Norden Grönlands unterhalten haben.

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7.1.1932 Alfred Wegeners Tod in Grönland 1930 – Ernst Sorge berichtet

7.1.1932 | Wir verdanken ihm die Theorie von der Kontinentalverschiebung, doch zu seinen Lebzeiten war Alfred Wegener vor allem als Polarforscher bekannt. Auf seiner dritten großen Grönlandexpedition kam er im Alter von 50 Jahren ums Leben. Expeditionsteilnehmer Ernst Sorge schildert am 7. Januar 1932 die Suche nach Wegener und wie sein Grab schließlich gefunden wurde.