Es spricht der Leiter der Abteilung Rundfunk im Propagandaministerium, Horst Dreßler-Andreß. Man fühle sich aufs innigste mit dem Reichskanzler Adolf Hitler verbunden. Seine Entschlüsse sind unfehlbar. Der deutsche Rundfunk ist daran wesentlich beteiligt. Übertragung nationaler Ereignisse gab es schon, aber neue Aufgaben muss der Rundfunk noch erfüllen. Das deutsche Volk muss erkennen, dass der Rundfunk eine Waffe ist. Wir machen aus dem Rundfunk, was wir wollen. Jeder einzelne Volksgenosse muss Rundfunkteilnehmer. Jeder Haushalt muss angeschlossen werden. Die Worte von Reichsminister Dr. Goebbels müssen zur Wahrheit werden. Der Volksempfänger ist der Wegbereiter zur Weltmacht.
25.3.1933 Joseph Goebbels: "Der Rundfunk gehört uns!"
25.3.1933 | Am 25. März 1933 – nur einen Tag nach dem Ermächtigungsgesetz, mit dem Adolf Hitler Deutschland faktisch zur Diktatur gemacht hat – bestellt sein junger Propagandaminister Joseph Goebbels die Intendanten der Reichsrundfunkgesellschaft ein und hält einen ausufernden Vortrag darüber, wie er den Rundfunk im Sinne der Regierung einspannen will. "Wir machen gar keinen Hehl daraus: Der Rundfunk gehört uns und niemandem sonst. Den Rundfunk werden wir in den Dienst unserer Idee stellen und keine andere Idee soll hier zu Worte kommen!", sagt er, während er hörbar auf das Pult klopft.
18.8.1933 Joseph Goebbels über den nationalsozialistischen Rundfunk
18.8.1933 | Propagandaminister Joseph Goebbels spricht anlässlich der Rundfunkausstellung in Berlin über den nationalsozialistischen Rundfunk. Was die Presse für das 19. Jahrhundert war , wird der Rundfunk für das 20. Jahrhundert sein.
Im Bild: Joseph Goebbels bei der Eröffnung der Rundfunkausstellung 1934 auf dem Messegelände in Berlin
19.9.1933 Amtseinführung von Rundfunk-Intendant Friedrich Arenhövel
19.9.1933 | Die offizielle Amtseinführung von Friedrich Arenhövel durch den Reichssendeleiter Eugen Hadamovsky. Arenhövel wird Intendant der Berliner Funk-Stunde, des ältesten deutschen Senders. Reine Tonkunst ist etwas anderes als ein Drama auf einer Bühne. Das "individuelle Ich" kann keinen guten Rundfunk machen. Anschließend spricht Horst Dreßler-Andreß vom Propagandaministerium. Der Rundfunk überdeckt Raum. "Was dem Nationalsozialismus feindlich begegnet, muss ausgerottet werden, mit Stumpf und Stiel". Der Sendeleiter Heinz Kyschky beschließt die Veranstaltung mit "Sieg heil".
Im Bild: Friedrich Arenhövel und der Schauspieler Heinrich George 1933 bei einer Probe
Rundfunkgeschichte
Archivradio Der Rundfunk 1933 – Vom Massenmedium zum NS-Propagandainstrument
Das Radio ist das neue Massenmedium der Zeit. Als die Nazis im Januar 1933 an die Macht kommen, beginnen sie deshalb sofort damit, den Rundfunk auf Linie zu bringen. Das gelingt ihnen erstaunlich gut und schnell.