Spazieren gehen, durchatmen, dem Alltag entkommen – für viele Menschen sind botanische Gärten grüne Oasen mitten in der Stadt.
Fachleute sehen in ihnen aber auch Anlagen, die die Forschung zu Klima und Biodiversität vorantreiben und den Austausch über bedrohte Pflanzenarten ermöglichen. Hunderte botanische Gärten bilden ein globales Netzwerk, um etwa Daten und Saatgut zu tauschen.
Damit erfüllen die Anlagen heute einen anderen Zweck als noch zu ihrer Entstehungszeit. Im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts waren botanische Gärten vor allem Zeugnis des massiven kolonialen Pflanzenraubs.