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Der Physiker Werner Heisenberg – Zwischen Quantenmechanik und Atombombe

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Von Autor/in Uwe Springfeld

Werner Heisenberg, geboren am 5. Dezember 1901 in Würzburg, gilt als einer der wichtigsten Physiker des 20. Jahrhunderts. Seine Unschärferelation trieb die Erforschung der Quantenmechanik maßgeblich voran. Dafür wurde der Physiker 1932 mit dem Nobelpreis geehrt.

Im Dritten Reich ging er jedoch nicht ins Exil, anders als viele seiner Kollegen. Und während Albert Einstein 1939 vor einer Deutschen Atombombe warnte, leitete Heisenberg im Zweiten Weltkrieg das entsprechende Programm der Nazis.

Auch nach dem Krieg machte der Musikliebhaber und Sportfan Karriere. Er wurde unter anderem Direktor am Max-Planck-Institut für Physik in Göttingen und später München, sowie Präsident der Alexander-von-Humboldt-Stiftung. Er starb am 1. Februar 1976 in München.

3.1.1951 Werner Heisenberg über die Chancen der Kernenergie – Atomkocher für die Hausfrau?

3.1.1951 | Die Atomtechnik kommt in den 1950er-Jahren wie gerufen: Die Kohlevorkommen in Deutschland drohen knapp zu werden für den steigenden Energiebedarf der Bevölkerung.

Karlsruhe

19.7.1956 In Karlsruhe entsteht erster Forschungsreaktor – Stimmung in der Stadt

19.7.1956 | 1956 ist entschieden: In Karlsruhe soll der erste atomare Forschungsreaktor der Bundesrepublik entstehen. Physik-Nobelpreisträger Werner Heisenberg hatte sich für München stark gemacht, denn er ist mit seiner Forschungsgruppe aus Göttingen dorthin gezogen. Doch Kanzler Konrad Adenauer entscheidet zugunsten von Karlsruhe. Eine Rolle spielen dabei auch sicherheitspolitische Erwägungen. München liegt Adenauer zu nahe an der aus Moskau kontrollierten Tschechoslowakei. Zur Vertragsunterzeichnung schickt der Kanzler seinen Atomminister Franz Josef Strauß nach Karlsruhe. Wir hören zunächst den Bericht vom Festakt, anschließend eine Umfrage, die die Stimmung der Karlsruher widerspiegelt.
Die Bauarbeiten in Karlsruhe beginnen zunächst am Rhein bei Maxau. Doch nach einem Jahr ist klar: Das ist wegen der Hochwassergefährdung dann doch zu unsicher. Das Kernforschungszentrum entsteht schließlich weiter vom Fluss entfernt, bei Leopoldshafen. Der Reaktor geht wegen dieser und anderer Verzögerungen erst 1961 in Betrieb und wird deshalb nicht der erste Reaktor in der Bundesrepublik – das wird der in Garching, zu dessen Inbetriebnahme wir im SWR2 Archivradio eine eigene Aufnahme haben. Das Kernforschungszentrum Karlsruhe wird später in Forschungszentrum Karlsruhe umbenannt und fusioniert 2009 mit der Universität zum heutigen Karlsruhe Institute of Technology KIT. | Kernenergie

Juli 1959 Werner Heisenberg: Präsentation der "Weltformel"

Juli 1959 | 1927 formulierte Heisenberg die Unschärferelation und schuf eine Grundlage der Quantenmechanik: Physiker stoßen beim Messen von Teilchen an grundsätzliche Grenzen.

30.3.1968 Physiker Werner Heisenberg über sein Leben

30.3.1968 | Werner Heisenberg prägte die Grundlagen der Kernphysik und ihre Anwendung, die Kernenergie. Im Zweiten Weltkrieg arbeitete er an einem ersten deutschen Kernreaktor.