Sie ist Weltmeisterin, Weltrekordhalterin und Weltsportlerin. Sie war Teenie-Idol und Werbegesicht. Sie war „Franzi“, Liebling der Deutschen, in Ost wie West. Und sie war Franzi, die Fehlbare – vom Boulevard glorifiziert und fallen gelassen. In der dreiteiligen ARD-Dokuserie „Being Franziska van Almsick“ erzählen Jürgen Schmidt und Laura Trust die bewegende Geschichte des ersten Superstars des wiedervereinigten Deutschlands. Alle drei Folgen sind ab Donnerstag, 4. September 2025, in der ARD Mediathek abrufbar. Das Erste zeigt die erste Folge am 9. September um 22:50 Uhr und die zweite Folge am 21. September um 14:50 Uhr.
Die Doku ist ein Zusammenschnitt meines Weges, mit all seinen Höhen und Tiefen und sie hat mir noch einmal deutlich gemacht, wie besonders diese Zeit war. Es ist viel Zeit vergangen, und im Rückblick war es für mich selbst eine eindrucksvolle Reise durch die Vergangenheit. Die Doku hat mir gezeigt, welche Dimension meine Geschichte wirklich hatte und wie jung ich eigentlich war, als all das passierte. (…) Die wichtigste Frage bleibt immer: Wer bin ich? Erfolg darf nie zur einzigen Identität werden.
Persönliche Einblicke und Interviews mit Weggefährten
Die Autoren blicken auf all das zurück in ausführlichen Interviews mit Weggefährten, Zeitzeugen – und mit Franziska van Almsick selbst. Zu Wort kommen u. a. die Eltern, Bernd und Jutta van Almsick, die ehemaligen Schwimmerinnen und Schwimmer Dagmar Hase, Raik Hannemann, Cathleen Rund, Michael Groß und Federica Pellegrini, der Schwimmtrainer Norbert Warnatzsch und die ehemalige Managerin Regine Eichhorn.
Folge 1: Superstar
Barcelona 1992 – von dem Moment an war nichts mehr, wie es vorher war: Aus der 14-jährigen Franziska van Almsick wird „Franzi Superstar“. Folge 1 blickt zurück auf ihre Anfänge: DDR, Treptow, Spartakiade, Mauerfall, Start für die BRD, Wunderkind, Bambi, „Wetten dass …?“, erste Werbeverträge, erste Titelbilder. Franzi macht Millionen. Mit jeder neuen Medaille, mit jedem neuen Erfolg scheint es, als würde der Druck größer. Die Nation will mehr von Franzi, kann sich nicht sattsehen. Und ignoriert einfach, dass die Wundervolle menschlich ist, Fehler hat.
Folge 2: Fehlbar
Bei der WM 1994 fliegt sie im Vorlauf raus, Dagmar Hase tritt ihren Finalplatz an sie ab. Im Finale schwimmt van Almsick Weltrekord, wird Weltmeisterin. Die Werbedeals werden größer, ihre Inszenierung dabei mitunter fragwürdig. Sportlich gibt es nur ein Ziel: Gold bei den Olympischen Spielen von Atlanta 1996. Sie verpasst es erneut, holt Silber. Den Deutschen ist das zu wenig, die Enttäuschung ist groß. Franzi nimmt sich eine Auszeit – und kommt zurück, sie will endlich Gold holen bei den Spielen von Sydney 2000. Sie scheitert im Vorlauf. Die B.Z. titelt: „Franzi van Speck – als Molch holt man kein Gold“. Franzi ist am Tiefpunkt.
Folge 3: Unzerstörbar
Nach ihrem Scheitern in Sydney fällt der Boulevard über sie her. Wie später bekannt wird, hatte die Ausnahmesportlerin viele Jahre mit Essstörung zu kämpfen. Vor dem Hintergrund tut die Schlagzeile „Franzi van Speck“ doppelt weh. Franzi redet in der Doku über ihre schwerste Zeit und über den Mann, der ihr geholfen hat, da wieder rauszukommen: Stefan Kretzschmar, Handballstar, Bad Boy, eine echte Type. Die Liebe gibt ihr Halt – Franzi findet zurück zu alter Stärke. Am 3. August 2002 tritt van Almsick bei der Europameisterschaft in ihrer Heimatstadt Berlin an. Wieder 200 Meter Freistil. Sie wird an diesem Tag Europameisterin, unterbietet ihren Weltrekord von Rom. Sie gewinnt fünf Goldmedaillen bei diesen Europameisterschaften, ein unvergleichlicher Triumph. Es folgen die Spiele von Athen, das Ende der Karriere, die Trennung von Kretzschmar.
Neue Staffel der erfolgreichen ARD-Dokuserie mit Sportlegenden
„Being Franziska van Almsick“ folgt auf die ersten beiden erfolgreichen Staffeln dieser ARD-Dokuserie über den Radrennfahrer und Tour-de-France-Gewinner Jan Ulrich sowie den mehrfachen Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher. „Being Franziska van Almsick“ ist eine Produktion des SWR für die ARD von Jürgen Schmidt (Autor), Laura Trust (Autorin) und Christoph Pietsch (Redaktion). 3 x 35 Minuten, ab 4. September 2025 in der ARD Mediathek. Das Erste zeigt die erste Folge am 9. September um 22:50 Uhr, Folge 2 am 21. September um 14:50 Uhr.
Vierteiliger Sportschau-Podcast in der ARD Audiothek
Zeitgleich zur Dokuserie startet der vierteilige Sportschau-Podcast „Unsere Franzi – Being Franziska van Almsick“ von SWR und rbb in der ARD Audiothek. Host Lars Becker begibt sich auf eine Reise zu ihren größten Triumphen und ihren tiefsten Krisen: von den Anfängen in Berlin über Barcelona, Rom, Atlanta, Sydney wieder zurück nach Berlin zum Rennen ihres Lebens. Ab 4. September 2025 in der ARD Audiothek abrufbar und überall, wo es Podcasts gibt.
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