Kapsweyer ist ein südpfälzisches Dorf mit 970 Einwohnern. Es liegt zwischen Haardtrand und Bienwald am Rande des Weinbaugebietes. Die Nähe zu Frankreich spielt im Ort eine große Rolle. Denn die Grenze zum Elsass ist nur drei Kilometer entfernt. Die Dorfbewohner sind immer schon ins französische Weißenburg gefahren, um dort einzukaufen oder eigene Waren anzubieten.
Mittlerweile ist es fast selbstverständlich, dass schon die Kindergartenkinder mit einer Französin die Sprache des Nachbarlandes lernen. Dazu besuchen sie manchmal die öffentliche Bücherei an der Hauptstraße von Kapsweyer. Die Hauptstraße ist die längste und die schönste Straße mit den ältesten Häusern. Viele ihrer Bewohner haben intensiven Kontakt zu Frankreich – oder sogar einen zweiten Wohnsitz dort: wie zum Beispiel ein Mann, der als Möbeldesigner international bekannt wurde. Vor allem Stühle hat er entworfen.
Andere haben ein ehemaliges Gehöft in der Hauptstraße gekauft und in eine wahre Augenweide verwandelt. Hergezogen ist die Familie ursprünglich wegen ihre Pferde. Und auch der Förster hat in der Hauptstraße seine Wahlheimat gefunden. Hier trainiert er seine Jagdhunde – unter anderem „Anton“, der bald seine „Meisterprüfung“ ablegen wird. Die Nähe zu Frankreich ist aber auch für den Förster sehr attraktiv. Er hat mittlerweile viele grenzübergreifende Freundschaften geschlossen.