Dorfstraße in Faid

Ein Film von Bernd Schwab

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Faid liegt in der Eifel, rund 10 Kilometer von der Mosel entfernt. 1150 Menschen leben in dem Dorf, das erstmals im Jahr 943 urkundlich erwähnt wurde. Der ungewöhnliche Ortsname leitet sich wahrscheinlich vom lateinischen Wort "fagus" ab, das so viel wie Buchenwald bedeutet. Die Dorfstraße ist die älteste Straße des Dorfes. Dörflich geht es hier zu. Hier steht die Pfarrkirche Sankt Stephanus, hier gibt es einen Lebensmittelladen und das Dorfgemeinschaftshaus. Traktoren knattern nur noch selten durch den Ort und auch sonst ist es ruhiger geworden in der Dorfstraße. Sie ist im Laufe der Jahrzehnte mehr und mehr zur Wohnstraße geworden. Trotzdem steckt die Dorfstraße voller Geschichte und Geschichten.

Geschichtsträchtig ist ein Haus mit einem hübschen Bauerngarten am Anfang der Dorfstraße. Bis Mitte der 60er Jahre war hier die Raiffeisenkasse. Die Bauern des Dorfes gaben sich hier die Klinke in die Hand, um Kredite zu beantragen und ihr Milchgeld abzuholen. Ein anderes Haus in dem früher mal der Zuchtbulle der Gemeinde stand, war lange in einem erbärmlichen Zustand, bis es eine junge polnische Familie liebevoll renovierte.

Ungewöhnlich ist die Lebensgeschichte des Pastors der Sankt Stephanuskirche. Phu Tho Mai stammt aus Vietnam. Mit 17 flüchtete er vor den Kommunisten aus seinem Heimatland und wurde von der Cap Anamur aus dem Meer gefischt. Nun kümmert er sich schon seit mehr als 10 Jahren um das Seelenheil der Faider.

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Autor/in
SWR