Was auf den ersten Blick wie eine reine Gewerbemeile aussieht, offenbart bei näherem Hinsehen auch ein paar Privathäuser, ein klassisches Mischgebiet also. Die Schlosserei am hinteren Ende der Straße ist ein Traditionsbetrieb mit sieben Mitarbeitern. Auch im Wertstoffhof gleich gegenüber stimmt das Betriebsklima.
Irgendwie kommt „Am Bahnhof“ sympathisch daher, genau wie die „Schwimmer“, lustige Sandstein-Figuren mit quietschbunten Badekappen, die ein deutsch-niederländisches Kreativ-Paar in seiner Bildhauer-Werkstatt herstellt. Wer in der Straße lebt, ist eher nonkonformistisch. Ein Anwohner hat eine riesige historische Fabrikhalle erworben und sich einen Teil davon als Wohnung hergerichtet.
Auch der Nachbar von gegenüber bewohnt einen historischen Backsteinbau. Eigentlich wollte er nur in Ruhe an seinen Oldtimer-Motorrädern schrauben, um dann festzustellen, dass er für immer hier bleiben möchte. Der Übergang zwischen Wohnen und Arbeiten ist eben fließend in der Straße „Am Bahnhof“.