Mehr Resilienz für die Natur

Warum die Artenvielfalt für Rheinland-Pfalz so wichtig ist

Die Artenvielfalt gibt uns die Luft zum Atmen: Tiere, Insekten, Pflanzen und Pilze. Tatsächlich aber verschwinden immer mehr Arten - auch in Rheinland-Pfalz. Viele andere sind bedroht.

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Zu den wesentlichen Ursachen gehören der Klimawandel, die Versiegelung von immer mehr Flächen und die intensive Landwirtschaft mit dem Einsatz von Pestiziden, Düngemitteln und Monokulturen. Viele Arten verlieren ihren natürlichen Lebensraum, sterben aus.

Aber an vielen Orten wird auch etwas getan, für den Erhalt der Artenvielfalt. Der NABU Rheinland-Pfalz beobachtet und zählt in regelmäßigen Abständen den Bestand von Fledermaus-Quartieren. Exkursionen wie von Forstamt und Bistum Trier, wie Ende Mai durch den Meulenwald, schärfen die Sinne für den Schutz der Artenvielfalt. Ganz bewusst überlässt man dort zum Beispiel einen Teil des Waldes sich selbst, damit sich die Natur aus eigener Kraft stärken kann und resilienter wird.

In Rheinland-Pfalz sind über 55 % der Brutvogelarten, 33 % der Farn- und Blütenpflanzen sowie 31 % der Säugetiere bestandsgefährdet oder bereits ausgestorben. Besonders betroffen sind Arten, die auf Feuchtgebiete und intakte Insektenbiotope angewiesen sind.

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Brutvögel

Mehr als die Hälfte der einheimischen Brutvögel in Rheinland-Pfalz ist in Gefahr. Besonders häufige und vormals stabile Arten geraten zunehmend unter Druck. Vom Aussterben bedroht (u.a.): Knäkente, Kiebitz, Raubwürger und Braunkehlchen. Die Löffelente gilt als Brutvogel mittlerweile als verschollen. Stark gefährdet (u.a.): Rebhuhn, Grauspecht, Blaukehlchen, Feldsperling und Zippammer.

Farn- und Blütenpflanzen

Von den heimischen Arten gelten Hunderte als bestandsgefährdet. Vom Aussterben bedroht (u.a.): Sand-Lotwurz, der Kriechende Sumpfschirm und die Wassernuss. Stark gefährdet (u.a.): Arnika, die Sibirische Schwertlilie, Trollblume und der Gewöhnliche Schwimmfarn.

Säugetiere

Besonders Fledermäuse und Arten des Offenlandes oder von Wäldern stehen auf der Neuen Rote Liste der Säugetiere. Gefährdet (u.a.): Feldhase und Bechsteinfledermaus.

Fledermäuse hängen an der Decke
Niklas Kukat, Nabu-RLP

Gebietsfremde Problemarten (Invasive Arten)

Zusätzlich zu den heimischen Bedrohungen gefährden invasive Spezies die heimische Artenvielfalt. Die Bedrohung durch sie ist aber meist nicht so hoch einzuschätzen, wie durch anhaltende Trockenheit oder die Versiegelung der Landschaft. Zu den Invasiven gehören bestimmte Pflanzen wie der Götterbaum, der Große Algenfarn oder die Kanadische Wasserpest. Weitere Informationen zur Identifikation und Meldung solcher Arten gibt es beim Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz.

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