Donaueschinger Musiktage | Werke des Jahres 2024

Michael Finnissy: Was frag ich nach der Welt

Für 24-stimmigen Chor a cappella. Uraufführung bei den Donaueschinger Musiktagen 2024.

Werkkommentar

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Stand

Zusammenstellung des Textes: von Andreas Gryphius (1616–1664). Eine Montage aus seinen Sonetten, die an den Dreißigjährigen Krieg gemahnen, einer Ode und Chören aus dem Trauerspiel Leo Armenius.
Dabei wird auch die kreative Spannung erforscht zwischen:
1. den tatsächlichen Schrecken und Grausamkeiten des Krieges und
2. der von Gryphius gewählten Beibehaltung des poetischen Metrums – meist Alexandriner.

Seine Worte in metrischer, kommentierter Diskussion mit meiner Musik. Der klingende (vielleicht filmähnliche) Diskurs ist eher kontemplativ als illustrativ oder mimetisch.

Es gibt gelegentliche Bezüge zu den Musikalischen Exequien [Begräbnis-Missa SWV 279] von Heinrich Schütz (1636), Takte 1-5 & 536-582... und auch zu Volksliedern aus Oskar Kolbergs topographisch-ethnographischer Dzieła Wszystkie Serie 1: Sandomierskie (1836).

English

Assembling the text: from Andreas Gryphius (1616–1664). A montage of his sonnets recalling the Thirty Years' War, an ode, and choruses from the "Trauerspiel" Leo Armenius.
Also observing the creative tension between:
1. the actual horrors and depravities of war, &
2. Gryphius' chosen adherence to poetic meter – mostly Alexandrines.

His words in measured annotated discussion with my music. The sounding (perhaps film-like) discourse is contemplative rather than illustrative or mimetic.

There are occasional references to the Musikalische Exequien [Begräbnis-Missa SWV 279] by Heinrich Schütz (1636), bars 1-5 & 536-582... and also to folksong from Oskar Kolberg's topographical-ethnographic Dzieła Wszystkie series 1: Sandomierskie (1836).