Am heutigen Donnerstag starten die Donaueschinger Musiktage. Und das älteste Festival für zeitgenössische Musik schreibt sich in besonderer Weise Aktualität auf die Fahnen: „Viele treibt die Frage um, welche Rolle Kunst spielen soll, wenn nicht weit entfernt Kriege toben, die Erde kollabiert und Demokratien erodieren“, sagt Lydia Rilling, die Künstlerische Leiterin der Musiktage. In SWR Kultur gibt sie Ausblicke auf die künstlerischen Antworten, die bis zum 20. Oktober bei den zahlreichen Uraufführungen in Donaueschingen zu erwarten sind.
Das Motto lautet „Alone together“ und soll die vielen Krisen der heutigen Zeit in den Blick nehmen. Gleichzeitig wird damit auf eine vereinsamende Gesellschaft in der einer immer voranschreitenden Digitalisierung und Globalisierung hingewiesen. Das Verhältnis zwischen Individuum und Gruppe wird vor allem im ersten Orchesterkonzert am Freitag beleuchtet, hier steht die Frage im Raum: Wie verhalten sich Solisten und Solistinnen und das Orchester zueinander.
Lydia Rilling im Videoblog der Donaueschinger Musiktage 2024
Auch Queerness ist Thema der diesjährigen Festspiele. Bei einem der Konzerte stehen die Traumata der Frauen eines Frauenhauses in Paris im Fokus. Das Festival blickt zudem auf die Umweltverschmutzung und die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz.
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