Harald setzt sich für Gewaltprävention bei Jugendlichen durch Boxtraining ein

Harald (62) ist seit 18 Jahren Boxtrainer. Er arbeitet mit Jugendlichen und engagiert sich für Gewaltprävention. Er erklärt, wie sich Boxen und ein gewaltfreies Miteinander verbinden lassen.

Teilen

Stand

Das Boxen habe ich für mich als innere Ruhe und Stärke behalten. Wenn ich mal einen Kloß im Bauch hatte, konnte ich den raushauen – und das im Training am Boxsack. Und nicht an anderen Personen. Das möchte ich den Jugendlichen vermitteln. 

Boxen gegen Gewalt? 

Harald ist Trainer in einem Box-Verein, der sich für Gewaltprävention einsetzt. Dort kümmert er sich um Jugendliche, die in ihrem Alltag Gewalt und Mobbing erfahren oder ausüben. Die Jugendlichen kommen über ihre Schule in den Verein. Mädchen und Jungen trainieren zusammen: „Wenn ich in einer Gruppe trainiere, dann möchte ich trotzdem jeden im Auge haben und die Schwächen und Stärken rausholen. Die Schüler müssen mitdenken. Jeder muss zum Aufwärmen eine eigene Übung machen. Dann lernen sie: Ich habe auch eine Verantwortung.“ 

Das Leben ist immer hart und man boxt sich im Leben immer durch. Gewaltfrei durchs Leben boxen – die Leute, die das mitnehmen, kriegen über unser Training die Kraft, um das alles zu bewältigen, was im Leben auf sie zukommt.  

Boxen im Blut: Eine Leidenschaft seit der Kindheit 

Das Boxen begleitet Harald schon seitdem er acht Jahre alt ist: „Ich bin ohne Papa aufgewachsen und das Boxen hat mir was gegeben. Die Trainerschaft hat einen aufgenommen. Der Trainer war dann für mich wie mein Papa. Dann habe ich Spaß gehabt und für mich gemerkt, dass ich stark bin. Ich habe immer im Verein geboxt und dann wurde ich gefragt, ob ich Co-Trainer machen will. Das war natürlich eine andere Seite. Diesmal war ich nicht als Schüler, sondern als Trainer da und musste den Jungen meine Erfahrung vermitteln. Und das hat mir dann auch Spaß gemacht.“  

Ehrenamtlicher Boxtrainer aus Leidenschaft 

Mittlerweile trainiert er Jugendliche seit 18 Jahren: „Im Training geht es darum, dass wir miteinander respektvoll umgehen. Wir lassen sie auch Vertrauensübungen machen. Wir machen ein cooles Training, danach sind alle ausgepowert und wir reden über die Probleme. Ich will den Jugendlichen beibringen, wenn es Stress in der Schule gibt oder etwas nicht gut läuft, dann geh joggen im Wald oder mach Sport. Das ist Stressabbau. Ihr habt den Kopf frei.“ Neben dem Boxtraining werden auch Basketball und Fußball gespielt und Aktivitäten, wie Wald-Touren und Kajak-Fahrten unternommen, um die Jugendlichen als Gruppe zu stärken.

Gewaltprävention und Selbstverteidigung für Kinder und Erwachsene

Ob in der Stadt oder auf dem Land überall kommt es immer wieder zu Gewalttaten. Das betrifft Kinder, wie auch Erwachsene. Ein wichtiger Punkt um dem entgegen zu steuern ist die Gewaltprävention, aber auch die richtige Selbstverteidigung in Gefahrensituationen.

Kaffee oder Tee SWR

Stuttgart

Selbstverteidigung: In Ju-Juitsu-Schule sind alle Kinder willkommen

Vor 25 Jahren gründete Eugen seine Kampfkunstschule in Wiesensteig. Unterstützt wird er heute von seinem Sohn Jona. Im Training kommen Kinder mit und ohne Behinderung zusammen.

Neuwied

Firdevs kam als Gastarbeiterin nach Deutschland

Firdevs kam 1972 als Gastarbeiterin aus der Türkei nach Deutschland. Da war sie gerade einmal 17 Jahre war sie alt und konnte kein Wort Deutsch. Heute ist sie hier fest verwurzelt.