Wenn Mama in die Ukraine fährt, um im Krieg zu helfen

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Von Autor/in Thomas Diehl

Die ganze Familie unterstützt die Menschen in der Ukraine

Jasmin kann es immer noch nicht fassen: Als der Krieg beginnt, fährt ihre Mutter sofort in die Ukraine. Alla, die Mutter, ist gebürtige Ukrainerin und Krankenschwester. Sie will ihren Landsleuten beistehen. Mit Sprachnachrichten meldet sie sich bei ihrer Familie und bittet ihren Mann Kai und ihre Tochter Jasmin um Hilfe. Den beiden wird klar: Sie müssen Alla unterstützen. Die 18-jährige Jasmin beginnt, in ihrer Heimatstadt Berndroth Sachspenden zu sammeln. Nachbarn und Freunde helfen ihr dabei. Mutter Alla meldet sich regelmäßig und sagt ihnen, was gerade in der Ukraine gebraucht wird: im Moment hauptsächlich medizinische Produkte.

„Wenn ich sehe, was hier passiert, freue ich mich natürlich. Neulich stand ich hier abends, alles stand voll mit Kisten und ich habe mich zwar gefreut, aber musste auch weinen, weil ich mir vorgestellt habe, warum wir das gerade machen. Weil Leute sterben. Weil Leute Angst haben. Weil Leute in Lebensgefahr sind.“

Die Hilfsgüter werden mit LKWs in die Ukraine gebracht – wo Mutter Alla sie verteilt. Doch schon bald folgt der nächste Schock für die beiden Zurückgebliebenen. Alla möchte tiefer ins Kriegsgebiet, in das umkämpfte Kyiv, um dort zu helfen. Doch dann kommt die erlösende Nachricht: Sie hat es sich anders überlegt – und hält erstmal Abstand von der ukrainischen Hauptstadt.

Jasmin wünscht sich nichts mehr, als dass der Krieg bald endet und ihre Mutter wieder zurückkommt. Eigentlich wollten die beiden nach Jasmins Abiturprüfung den Jakobsweg gehen. Ob das klappt, ist noch nicht klar. Aber wichtiger als dieser Traum ist Jasmin, ihrer Mutter helfen zu können. Und: Dass sie in der Ukraine beim Wiederaufbau mitanpacken kann, wenn der Krieg vorbei ist. Hoffentlich bald.

„Es ist schön, was wir hier erreichen können. Aber ich wünschte mir so sehr, wir müssten es nicht machen. Ich wünsche es mir so sehr.“

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