"Ich finde es schwierig, gerade einem Kind, dass noch keine eigene Meinung hat und noch gar nicht weiß, wie groß Social Media manchmal sein kann, zu sagen: ‚Du bist jetzt hier öffentlich zur Schau gestellt.'"
Kinderfotos erst 40 Tage nach der Geburt
Lelia möchte keine Fotos ihrer Kinder im Netz veröffentlichen. Das kann sie sich einfach nicht vorstellen. Anders ist das bei Sümeyye, vierfache Mama aus Friedrichshafen: „Ich habe ein Ritual: Die ersten 40 Tage meines Kindes veröffentliche ich nicht, nur verpixelt. Auch intime Stellen veröffentliche ich nicht, aber sonst habe ich keine Probleme damit.“ Genau 40 Tage nach der Geburt, weil diese Zeit in vielen südosteuropäischen und westasiatischen Ländern als Schonzeit für Gebärende und Kind gesehen wird. Besonders die Neugeborenen seien sehr für den „Bösen Blick“ oder auf Türkisch „Nazar“ anfällig, erklärt Sümeyye. Aber danach postet sie gerne Fotos ihrer Kinder. Denn sie sieht diese Social Media Präsenz als Chance.
"Ich finde meine Kinder schön. Wenn da eine Gelegenheit kommt, dann ist das was für deren Zukunft. Ich mach jetzt keine Werbung, damit ich mit meinen Kindern Geld verdiene, sondern ich mache es, damit sie irgendwann zum Beispiel eine Schauspielkarriere haben."
Was ist mit der Zukunft der Kinder?
Lelia denkt auch an die Zukunft ihrer Kinder und macht sich vor allem Gedanken darüber, wie ihre Kinder auf Fotos von sich reagieren, wenn sie mal älter sind: „Kinder haben ihre Persönlichkeit noch nicht zu 100 Prozent entwickelt. Man weiß nicht, wie das Kind nachher darauf reagiert. Ich werde auch keine Bilder von meinen zukünftigen Kindern veröffentlichen, weil ich einfach nicht weiß, ob die das wirklich mögen.“
Five Souls
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