Wenn es wirklich dein Traum ist, du es aber nicht machst – dann wirst du glaube ich später zurückblicken und dich fragen: Was wäre, wenn ich es gewagt hätte?
Auf den Vater hören und ihn stolz machen
Eigentlich begeistert sich Suna schon als Kind für die Gastronomie – trotzdem studiert sie später erstmal BWL und arbeitet einige Zeit im Bereich Handelsmarketing. Richtig glücklich ist sie dort aber nicht. Also wagt Suna mit 32 den großen Schritt und macht sich selbstständig. Dafür kündigt sie ihren Job, nimmt einen Kredit auf und steckt all ihre Energie in ihren Traum vom eigenen Café.
Von dieser Entscheidung ist ihr Vater wenig begeistert. „Er hat mir und meinen Schwestern früh eingebläut, dass wir einen angesehenen Beruf machen sollen, etwas auf das wir stolz sein können.“ Ein eigenes Café zu eröffnen, gehörte für ihn nicht dazu. „Mittlerweile hat sich das entwickelt, wir sind mit unserem Café in der Region auch recht bekannt. Er kommt jetzt immer hierher und trinkt seinen Espresso. Dann merkt man schon, dass er stolz ist.“
Sunas Mut zahlt sich aus
Es gab aber auch Momente in denen Suna selbst gezweifelt hat. In den ersten Wochen nach der Eröffnung waren an manchen Tagen keine Gäste in ihrem Café. „Da ist mir das erste Mal bewusst geworden: Was ist, wenn das nicht klappt? Du hast jetzt was angefangen und bist verantwortlich –jetzt musst du es irgendwie zum Laufen bringen.“ Und das hat funktioniert: Mittlerweile gehören Suna drei Cafés in Heidelberg.