Mir wurde ein zweites Leben geschenkt. (Sabine, 56, aus Markdorf, lebt seit 20 Jahren mit einem Spenderherz)
Früher Beginn der Krankheitsgeschichte
Schon mit 28 bekommt Sabine einen Herzschrittmacher – wegen einer Herzerkrankung. Mit 31 hat sie eine Herzmuskelentzündung. Bald sagt man ihr, dass sie nicht mehr lange leben würde. Sie kommt auf die Warteliste für Spenderherzen. Und wartet. Nach knapp zwei Jahren dann endlich der erlösende Anruf: Es gibt ein passendes Herz. Ihre Tochter Celine ist damals gerade erst vier Jahre alt ist. Für Celine da zu sein und zu leben, war für Sabine die Motivation, um „die schwere Zeit im Krankenhaus zu überstehen”.
Immer wieder neue, kleine Ziele setzen
Dass Sabine nun schon 20 Jahre mit dem Spenderherz lebt, ist außergewöhnlich. Das hätte sie sich selbst auch nicht träumen lassen, weshalb sich Sabine immer wieder kleine neue Ziele gesteckt hat, die sie erreichen wollte. Und auch erreicht hat: Den 18. Geburtstag ihrer Tochter erleben, ihren 50. Geburtstag feiern. Und nun hat sie ein neues Ziel vor Augen: „Meinen 60. Geburtstag zu schaffen.”
Sabines Lebenselixier: Positiv und optimistisch durchs Leben gehen
Jeden Tag ist Sabine dankbar für ihr Leben. „Ich bin vom Typ schon immer eine Frohnatur, aber seit meinem zweiten Leben erlebe ich vieles bewusster. Da kann es schon sein, dass ich mitten im Autofahren rechts ranfahre und mir den Regenbogen anschaue.” Gerade geht es ihr besser denn je seit der Transplantation. Sie nimmt weniger Medikamente als früher und auch ihre Blutwerte haben sich verbessert. Sie glaubt, dass ihr dabei ihre positive und optimistische Grundeinstellung geholfen haben.
Organspende rettet Leben
Sabine hofft, dass sie mit ihrer Geschichte anderen Erkrankten Kraft geben kann. Außerdem will sie dafür werben, dass sich mehr Menschen dazu bereit erklären, ihre Organe zu spenden. Sie meint:
Jeder sollte sich Gedanken über das Thema machen, egal, wie die Entscheidung am Ende ausfällt.
Mehr Heimat:
"Babys sind der kleinste Teil meiner Arbeit”
Anna aus Stuttgart ist freiberufliche Hebamme und Trauerbegleiterin in Teilzeit. Zu ihrem Job gehören Termine wie Babybaden genauso wie Gespräche mit Frauen, die gerade ihr Kind verloren haben. Ein Job mit viel Emotionen, Verantwortung, Dankbarkeit und Frust.
„Wir sind alle näher an einer Behinderung als von einer weg” – Cary setzt sich für Barrierefreiheit ein
84 Menschen aus ganz Deutschland diskutieren über das, was sie bewegt. Das ist das ARD Dialog-Projekt „Was Deutschland verbindet”. Cary aus Tübingen ist dabei, ihr Herzensthema: Gleichberechtigung für Menschen mit Behinderung.
„Dass man bei einer Geburt so sterben könnte, habe ich nicht realisiert.“ Jennys Gebärmutter ist bei der Geburt ihrer Tochter gerissen
Jenny aus Stuttgart hatte bei der Geburt ihrer zweiten Tochter eine Uterusruptur: Ihre Gebärmutter ist gerissen. Sie berichtet über die Geburt und warum sie das Leben heute feiert.
Erzähl uns Deine Story
Du kennst jemanden, dessen Geschichte wir unbedingt erzählen müssen oder Du hast selbst etwas zu erzählen? Dann sende uns einen Hinweis.