“Wenn [die Leute] in den Autohof reinlaufen und da steht hinter der Kasse jemand, der sie anlächelt, dann kommt das Gegenüber auch schon ganz anders rüber: In der Regel sind die Leute freundlich.”
Nachtschicht im Autohof: Smalltalk mit Stammkunden
Seit einem Jahrzehnt arbeitet die vierfache Mama von 22 bis 6 Uhr morgens im Autohof an der A6 – drei Nächte pro Woche, während die meisten schlafen. Sie mag es, wenn bei ihr auf der Arbeit viel los ist. „Dann bleib’ ich wach“, sagt sie. Mittlerweile kennt sie viele ihrer Gäste persönlich – vor allem die LKW-Fahrer, die oft tagelang auf dem Parkplatz stehen: „Sie sind ganz lange weg und ganz weit weg von zu Hause, haben keinen zum Sprechen, und dann hält man mal einen Smalltalk oder trinkt einen Kaffee mit denen.“
Familienalltag nach der Nachtschicht: Vier Kinder und vier Stunden Schlaf
Nach ihrer Schicht fährt Anita nach Hause, weckt ihre Kinder, macht Frühstück, bringt sie in Schule und Kindergarten und schläft dann vier Stunden, bevor der Alltag erneut beginnt. Wenn ihr Mann abends von der Arbeit kommt, übernimmt er die Kinderbetreuung. Diese Aufteilung weiß sie sehr zu schätzen: „Natürlich läuft das nur, wenn der Mann gut mitspielt. Ich habe einen super Mann. Ich glaube, ich habe den besten Mann ever.“
Teamwork in der Familie: Ohne ihren Mann geht es nicht
Gemeinsam kümmern sie sich um den Haushalt, und wenn Anita am Wochenende arbeiten muss, hält er ihr den Rücken frei. Die Kinder kennen ihren Rhythmus mittlerweile ganz genau: „Sie wissen, dass ich in der Regel jedes zweite Wochenende frei habe. Dann planen wir Dinge, die wir zusammen machen möchten.“
Am Ende passt für sie das nächtliche Arbeiten perfekt zu ihrem Familienleben: „Ich bin sehr zufrieden. Und wie gesagt: Ich kann es super organisieren mit meiner Familie.“
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