Monika (genannt Moni) ist Maler- und Lackierermeisterin in Belgweiler. In ihrer Ausbildungszeit hat sie als einzige Frau unter zehn Männern viele Schikanen erlebt und musste sich gegenüber ihren männlichen Kollegen immer wieder beweisen. Manchmal ging es darum, dass sie besonders schwere Lasten tragen sollte, und manchmal wurde es geradezu beleidigend.
So erzählt sie von einem Vorfall, bei dem ein Kollege ihr den Weg versperrt und verspottende Grimassen gezogen hätte. In solchen Momenten habe sie sich aber immer schlagfertig gewehrt und sich so den Respekt der Kollegen erarbeitet: „Ich habe mich bewiesen und durchgekämpft und war nachher vielleicht sogar respektierter als andere, weil sie mich dann auch um Rat gefragt haben.“
Besseres Umfeld für Auszubildende
Als Moni ihren eigenen Betrieb gründet, nimmt sie sich vor, ihren Auszubildenden ein besseres Umfeld zu bieten. „Früher hat man gesagt: Wessen Brot ich krieg‘, dessen Lied ich sing‘. Aber mir ist es wichtig, dass man andere Umgangsformen hat. Hier hat jeder das Recht, seine Meinung frei zu sagen. Das hätte ich mich damals nicht getraut.“
Monikas Malerbetrieb setzt auf Frauen im Handwerk
Außerdem hat sie, anders als ihre Kollegen in anderen Betrieben, keine Hemmungen davor, junge Frauen einzustellen. Ganz im Gegenteil – wenn sie eine Stelle neu besetzt, würde sie immer danach auswählen, wer sich am besten eigne und häufig seien das weibliche Bewerberinnen.
Also eigentlich können sie alles besser, wenn ich so recht überlege.
Sie überzeugen Moni oft mit ihrem Ehrgeiz, ihrer Reife und mit dem Fakt, dass sie sich gezielt für den Beruf als Maler- und Lackiererin entscheiden. Trotzdem arbeiten in Monis Betrieb nicht nur Frauen.
Könnten Frauen Fachkräftemängel lösen?
Moni sieht eine eindeutige Lösung für den Fachkräftemangel im Handwerk: „Mädchen wollen Handwerk, Mädchen können Handwerk!“ Und an junge Frauen hat sie die Botschaft:
Traut Euch!
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