„Es ist für mich ganz emotional, dass ich weiß, von wem ich die Lunge geschenkt bekommen habe und von wem ich ein neues Leben geschenkt bekommen habe.“
2019 hat das lange Warten ein Ende: Sarah, die schwer an der nicht heilbaren Erbkrankheit Mukoviszidose leidet, bekommt nach 10 Monaten die lebensrettende Lungentransplantation. Nach diesem wahnsinnigen Glück hat sie jetzt auch noch durch einen Zufall die Spenderfamilie kennen lernen dürfen.
Lungenschwestern – diesen Begriff haben sich Sarah und Lena, die Tochter ihrer Spenderin ausgedacht. Nur durch einen krassen Zufall wissen die beiden, dass Sarah heute mit der Lunge von Lenas Mutter lebt. Normalerweise ist eine Organspende in Deutschland anonym.
Eine Freundin von Lena folgt Sarah auf Instagram, hat sogar mit ihr in Koblenz studiert und bemerkt, dass der Zeitpunkt, zu dem Sarah ein Bild von sich nach der Transplantation postet, mit dem Zeitpunkt des Todes von Lenas Mutter übereinstimmen könnte. Sie fasst sich ein Herz und spricht Lena darauf an. Lena braucht mehrere Monate, bevor sie dazu in der Lage ist, Sarah anzuschreiben.
„Ich habe sie, glaube ich, dreimal gelesen die Nachricht. Ich meine, mir war intuitiv klar, ich möchte antworten.“ und das tut Sarah. Die beiden schreiben sich regelmäßig. Aber es vergehen noch Monate, bevor Sarah und Lena aufeinandertreffen. „Ich habe mich total gefreut, als es dann so weit war.“ Sarah und Lena verstehen sich bei den Treffen so gut, dass sie bis heute befreundet sind.
SWR Autor Jürgen Schmidt @J.Schmi begleitet Sarah @pinguinkuh schon seit 2017. Mehr über ihren Weg: http://x.swr.de/s/lunge.
Hinweis in eigener Sache:
Sarah und Lena haben die Dokumentation selbst gewollt. Der Filmautor wollte bewusst beim ersten Treffen nicht dabei sein, um ein privates Kennenlernen zu ermöglichen. Erst als ein positives Signal von allen Seiten da war, hat der Autor gedreht.
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