Schule gegen Hass – Alina setzt sich ein

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Stand

Von Autor/in Christian Stracke

Junge Frau mit schwarzen mittellangen Haaren schaut ernst in die Kamera
Alina wurde selbst gemobbt und setzt sich jetzt gegen Cyber-Mobbing ein.
Drei Jugendlichen stehen mit Mikrofon in einem Raum und simulieren eine Szene
In Rollenspielen üben die Jugendlichen, wie Mobbing sich anfühlt. Das Ganze ist Projekt der Medienscouts.
Grundschulkinder sitzen auf dem Boden einer Turnhalle
In einer Turnhalle sprechen Alina und die anderen Medienscouts vor Grundschulkindern über Mobbing.
Junge Frau mit schwarten mittellangen Haaren hält ein Mikrofon in der Hand
Alina spricht offen darüber, dass sie selbst kein gutes Vorbild war, jetzt aber andern bei Mobbingerfahrungen helfen möchte.

Ich habe mich ganz oft allein gefühlt und hilflos. Ich war unglücklich darüber. Aber dann gab es in meinem Leben einen Wendepunkt.

Jede sechste Schülerin oder jeder sechste Schüler in Deutschland wird laut der PISA-Studie Opfer von Mobbing – auch Alina war davon betroffen. „Ich habe mich ganz oft allein gefühlt. Hilflos. Und ich hatte auch kein Selbstvertrauen. Also, ich habe mich nie was getraut. Und ich war unglücklich darüber und irgendwann hat sich das so in eine Wut umgewandelt.“

Alina weiß nicht mehr weiter, sie lebt damals in einer Wohngruppe, sie entschließt sich, diese zu wechseln und kommt an die „Friedrich-Ströher Realschule plus“ in Simmern. Dort findet Alina Anschluss und entdeckt die Medienscouts.  „Es gab viele Gespräche und dann habe ich gemerkt, dass mich hier die Leute so annehmen, wie ich bin.“ Die Medienscouts sind zwölf Schülerinnen und Schüler, die neue Medienkonzepte für die Schule entwickeln und präventiv mit den Mitschülerinnen und Mitschülern arbeiten. Hier geht es vor allem auch um das immer stärker werdende Cybermobbing.

„Ich merke halt auch, wie das gerade in der heutigen Generation mit Social Media immer schlimmer wird mit dem Hatespeech und Mobbing generell. Und ich möchte dagegen was tun.“ Mithilfe der Medienscouts haben Alina und ihre Mitschülerinnen und Mitschüler dieses Jahr eine Kampagne organisiert: „Nein zu Hatespeech“. Dabei haben sie unter anderem Präventionsprogramme für andere Schulen entwickelt und mit einem Frankfurter Rapper ein Musikvideo gestaltet.