Als Brüder gibt es schon mal Auseinandersetzungen, Boxereien und so, aber nie wild. Und ich glaube, das macht es halt aus: Dass man weiß, dass man sich aufeinander verlassen kann.
Die Schädlingsbekämpfung als Familienbetrieb
Julius, Marvin und Leonidas sind drei Brüder aus Karlsruhe. Gemeinsam führen sie in vierter Generation das Schädlingsbekämpfungsunternehmen ihrer Familie weiter. Seit 2021 haben sie dabei viel Erfahrung sammeln können, doch das Bekämpfen von Bettwanzen ist eine echte Herausforderung. Sie können sogar von Wohnung zu Wohnung wandern. „Das ist ganz typisch. Da sind die Kabelkanäle. Das kann schon sein, dass das teilweise verbunden ist mit den anderen Häusern oder dass halt auch in anderen Bereichen ein Befall ist”, erklärt Marvin.
Um Bettwanzen loszuwerden, braucht es meist mehrere Schritte. Zum einen gibt es Wärmezelte: „Die Bettwanze besteht aus Eiweiß und es ist so, dass die bei 60 Grad dann kaputt geht”, erklärt Marvin. Für eine effektive Bekämpfung findet außerdem noch eine Sprühbehandlung statt, um restliche überlebende Tiere loszuwerden.
Ihr Job ist ein Privileg für sie
Ihr Job führt die Brüder zu ungebetenen Gästen in fremden Wohnungen – eine Arbeit, die nicht für jeden geeignet ist. „Aber für uns ist ein Privileg, dass wir in die Haushalte von den Leuten hier in der Region dürfen, uns das anschauen dürfen und den Leuten helfen dürfen”, meint Julius. Zu ihrem Alltag gehören aber auch Dinge, die viele lieber vermeiden würden. Für Julius ist auch das Entsorgen von toten Ratten Teil seines Jobs: „Es ist nicht so, dass das für mich groß ein Problem dargestellt hat. Es ist einfach so: Hey, da gehört dazu. Du machst das.”
Viele Einsätze der Brüder dauern mehrere Tage oder sogar Wochen. Wenn ein Befall am Ende wirklich verschwunden ist, fällt die Anspannung ab: „Und für uns dann ist es auch immer eine Erleichterung, wenn es dann wieder gut geklappt hat”, erzählt Julius.
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