Energiekrise belastet Familienbäckerei Scholl aus Miehlen

Die Energiekrise belastet die Handwerksbetriebe, wie die Familienbäckerei Scholl in Miehlen. Das Backhaus ist das achtälteste in ganz Deutschland. Jetzt macht sich der Bäckermeister Markus Scholl Sorgen um die Zukunft.

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Von Autor/in Theresia Grunwald

„Für ein Brot müssten wir eigentlich zwischen 6 und 7 Euro nehmen, damit wir die Kosten, die jetzt gestiegen sind, auffangen können. Aber dann kann sich das keiner mehr leisten.“


Markus führt die Familienbäckerei Scholl in dreizehnter Generation. Jetzt macht sich der Bäckermeister Sorgen um die Zukunft der 28 Angestellten und die des Unternehmens. „Existenzbedrohend, beängstigend. Da wird mir angst und bange, wenn ich das so mitkriege, was unsere Politik da von sich gibt und für uns macht, nämlich einfach nix.“

Gas wird siebenmal teurer

Pro Jahr werden hier mehr als 200.000 kwh Gas verbacken. Der Preis dafür wird sich bald versiebenfachen. Insgesamt sind das Energiemehrkosten von über 100.000€. Parallel muss Markus die Angestellten und alle weiteren Kosten bezahlen. „Wir kämpfen ja schon jahrelang. Erst mit Mitarbeiterproblemen, die sind immer noch da. Dann kam Corona, das ist auch immer noch da. Jetzt kam erst die Preiserhöhung beim Material und dann kommt die Energiekrise noch dazu. Wir hoffen, dass wir irgendwie durch dieses Jahr kommen und versuchen uns da durchzuschlagen, was zu Lasten unserer Familien geht, die von der Bäckerei leben. Ich denke, dass sehr viele Betriebe das nicht überstehen und dann gibt‘s keine Bäcker mehr, dann gibt’s nur noch Massenproduktion.“

Bäckerei versucht Energie zu sparen

Um Energie zu sparen, ist man bei der Bäckerei Scholl kreativ geworden: „Man kann an den kleinen Dingen drehen, Lichter ausmachen, bei uns im Getränkekühlschrank ist auch das Licht aus, man denkt drüber nach, abends ne Stunde früher zuzumachen, das sind die kleinen Dinge, wo man ansetzen kann, und auch muss.“

Die Stimmung in der Familienbäckerei ist bedrückt, aber aufgeben will Markus nicht.

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