Zoë macht ihren Bundesfreiwilligendienst im Unfallkrankenhaus in Ludwigshafen

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Von Autor/in Michèle Kraft

Junge Frau mit OP-Kleidung in grün und Maske.
„Man lernt nur, wenn man Menschen oder Kollegen hat, die bereit sind, einem etwas zu erklären.“
Junge Frau steht im OP und arbeitet an einem Computer.
Als Bufdi arbeitet Zoë in der OP-Pflege. Bevor sie ein Medizinstudium anfängt, möchte sie wissen, ob die Arbeit zu ihr passt.
Junge Frau mit OP-Kleidung zieht eine Spritze auf.
„Wenn man eine positive Erfahrung gemacht hat, motiviert einen das extrem. Man denkt sich: ‚Ich will irgendwann selber mal Ärztin sein.‘“
OP-Saal in grün und weiß gehalten.
Extremsituationen sind keine Seltenheit im OP-Bereich. Besonders prägend sind für Zoë Menschen, die im gleichen Alter wie sie sind.
Junge Frau in OP-Kleidung mit einem Kollegen, ebenfalls in OP-Kleidung in einem Operationssaal.
„Es ist schön, wenn man einen Fortschritt sehen kann und dann sagt: ‚Okay, ich habe da jetzt auch dazu beigetragen, dass die Person wieder laufen kann oder zumindest mal auf dem Weg dahin ist.‘“

„Es gibt immer wieder Schicksalsschläge von Patienten, die, wenn sie erzählen, was passiert ist, natürlich schon sehr ergreifend sind.“

Nach dem Abitur stellt sich Zoë aus der Nähe von Köln die Frage, was sie beruflich machen könnte. Ihr Kindheitstraum Ärztin zu werden, lässt sich durch ihre Abinote nicht ganz so einfach realisieren. Um ihrem Traum ein Stück näher zu kommen, fängt sie einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) im Krankenhaus an, denn das BFD kann bei einem Medizinstudium angerechnet werden. „Für mich war der OP immer sehr interessant und es war wichtig herauszufinden, wie ich mit so einer Extremsituation umgehen kann.“

Der Job ist nichts für schwache Nerven

Wichtig war ihr auch, dass sie viel selbst machen darf und dort viele Operationen durchgeführt werden. Zoë arbeitet in der OP-Pflege und hilft zum Beispiel beim Ein- und Außschleusen der Patienten in den OP. Dort wird sie mit den unterschiedlichsten Schicksalen konfrontiert. „Da muss man auch ein bisschen sensibel für sein und schauen, wie man dann mit dem Patienten umgeht. Wir haben auch immer wieder Patienten, die aus dem Schockraum, also wirklich unmittelbar nach dem Unfall aus der Notaufnahme, in den OP geschoben werden. Da sieht man Sachen, wo man manchmal schon denkt: ‚Ach Krass‘, und dann vielleicht auch mal schlucken muss. Ich hatte das bisher einmal, wo ich wirklich sage, das musste ich wirklich richtig verarbeiten.“

Gespräche mit anderen Menschen helfen Zoë das Erlebte zu verarbeiten. „Ich bin da mit ziemlich viel Respekt an die Sache herangegangen. Und das war auch was, was ich als sehr gut empfunden habe.“

Für Zoë ist es spannend und hilfreich ihr medizinisches Wissen zu erweitern und nicht nur aus Büchern zu lernen. Denn die Realität sieht oft anders aus, als die Abbildungen in den Büchern. „Wenn ich sehe, auf dem OP-Plan heute läuft ein spannender Punkt, darf ich da auch jederzeit reingucken und ich gucke den Ärzten ziemlich viel über die Schulter.“ Auch neben dem Studium kann sie sich vorstellen als Hilfskraft im Krankenhaus zu arbeiten.

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