Heizungsbauer Dennis lässt sich von Morbus Crohn nicht aufhalten

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Ich musste etwas häufiger zur Toilette, wurde dann auch immer dünner. Aber in einem Alter von knapp 18 macht man sich jetzt eher weniger Gedanken drum. Bis ich dann auf der Baustelle heftige Bauchschmerzen bekommen habe, zum Hausarzt bin, der mich dann aber sofort ins Krankenhaus überwiesen hat.

Dennis ist zu dem Zeitpunkt mitten in seiner Ausbildung. Im Krankenhaus bekommt er die Diagnose Morbus Crohn, eine chronische entzündliche Darmerkrankung. Er wird medikamentös eingestellt, zieht seine Ausbildung durch und beginnt als Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik zu arbeiten.

Die Arbeitgeber haben dann geschaut, dass ich Arbeiten bekomme, die ich körperlich machen kann. Ich konnte teilweise nicht lange stehen oder lange Arbeiten an einem Punkt machen, ohne mich mal hinzusetzen. Aber es war auch die Kopfseite. Zu dem Zeitpunkt hatte man immer im Kopf: Wann kommen die nächsten Bauchschmerzen, wann muss ich vielleicht wieder auf Toilette?

Acht Jahre lebt und arbeitet Dennis mit den Symptomen. „2018 kam ein so großer Schub der Krankheit, dass es mit Medikamenten nicht mehr aufzuhalten war. Ich musste aufgrund eines Darmdurchbruchs notoperiert werden und trage seitdem einen künstlichen Darmausgang. Das klingt immer schlimmer, als es ist. Er ist mein kleiner Freund, der mir das Leben gerettet hat und der mir mein Leben wieder lebenswert macht. Ich kann wieder rausgehen, ohne mir Gedanken machen zu müssen: Wo ist die nächste Toilette? Ich kann wieder viel mehr essen, was mir schmeckt. Ich habe bis auf das Heben eigentlich keine Einschränkungen."

Fünf Kilo darf Dennis maximal tragen, um seinen künstlichen Darmausgang, das Stoma nicht zu beschädigen. Wenn es doch mal mehr ist, hat er Hilfsmittel, wie eine elektrische Sackkarre, die Treppen steigen kann. Worauf es für ihn aber wirklich ankommt, ist für ihn was anderes.

Menschen um sich herum zu haben, die sich nicht scheuen anzupacken – und wenn man als Team zusammen Lasten trägt und sich die Belastung von einem auf ganz viele verteilt. Das ist eigentlich das größte Hilfsmittel, was man haben kann.

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