Warum Wahlhelfer werden?

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Von Autor/in Talisa Frenschkowski, Julius Bauer

Mir ist es schon wichtig, wenn ich schon in einem freien Staat leben darf, dass ich auch was für diesen Staat tue.

Seit David wählen darf, ist er auch als Wahlhelfer aktiv. Bei der Bundestagswahl und bei der Europawahl engagierte er sich als Beisitzer, diesmal will er noch mehr Verantwortung übernehmen.
„Bei dieser Wahl bin ich Wahlvorsteher. Das ist für mich ehrlich gesagt auch eine große Ehre, dass ich mit 20 Jahren schon Wahlvorsteher sein darf.“

Auf ihre Aufgabe vorbereitet werden die Freiwilligen von Nicole. „Sie werden informiert, welche Funktionen sie konkret ausüben, wie die Wahlhandlung vonstattengeht und was sie später bei der Auszählung zu beachten haben.“ Für sie selbst ist das auch eine willkommene Abwechslung zu ihren sonstigen Aufgaben in der Stadtverwaltung. „Ich finde es immer wieder schön mit Menschen zusammen zu sein, deren Erfahrungen zu teilen und ihnen vielleicht auch eine Hilfestellung zu geben.“

Die Beweggründe der heutigen Teilnehmer und Teilnehmerinnen sind vielfältig: Elisabeth war schon öfter dabei und hat schon einiges erlebt – so hat sie etwa bei Wahlen während der turbulenten Coronazeit dafür sorgen müssen, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Tom hat sein Engagement quasi geerbt. „Mein Vater hat das früher immer gemacht und für mich war dann irgendwann klar, dass ich das weitermache. Ich habe die Zeit dafür.“

Julia wurde von ihrem Arbeitgeber darauf aufmerksam gemacht und ist jetzt zum zweiten Mal dabei. Durch die Schulungen fühlt sie sich gut vorbereitet. Stefan ist ebenfalls das zweite Mal dabei. Das Interesse an den Abläufen hat ihn gelockt. Wer skeptisch sei, ob alles mit rechten Dingen zugehe, solle vorbeikommen. Das Prozedere sei komplett transparent.

„Es fällt keine Partei unter den Tisch oder wird doppelt gezählt und das macht ein wohliges Gefühl.“

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