Normalerweise bin ich ein schüchterner Mann, aber mit meiner Kunst habe ich den Mut. Es gefällt mir sehr, hier in Europa zu leben, und ich finde, das ist mein richtiger Platz. Ich fühle mich super hier.
Saeed ist professioneller Tänzer aus Damaskus. Wegen des Krieges in Syrien ist er geflüchtet. Über den Libanon, wo er als Tänzer arbeitete, ist er 2015 nach Trier gekommen. Hier bewirbt er sich um erste Engagements und wächst in das europäische Tanznetzwerk hinein.
Nach zwei oder drei Tagen in Deutschland hatte ich das Gefühl, ich kenne diese Leute. Ich kann mitspielen in dieser Stadt.
In Trier findet er den Freiraum für sein kreatives Schaffen und trotzdem gibt es immer wieder Momente des Vermissens. „Ja, manchmal, wenn ich zum Beispiel einen Song höre oder meine Mutter sagt etwas, dann bekomme ich diese Traurigkeit von Zeit zu Zeit. Auch meine Arbeit enthält viele Elemente der Erinnerung.“
Dankbar für seine Mitmenschen und seine große Liebe Olli
Neben Themen der Identitätsfindung, Akzeptanz und Widersprüchlichkeit der menschlichen Existenz sind das Thema der Flucht und die damit verbundene Trauer ein essenzielles Element in seinen Choreografien. Das künstlerische Arbeiten mit dem Körper hilft Saeed, seinem Erlebten Ausdruck zu verschaffen. „Kunst für mich ist meine Heimat und meine Heimat hat keine Sprache.“
Das Gefühl von zu Hause kommt nicht von allein. Vor zehn Jahren lernt er seinen heutigen Ehemann Olli kennen. Olli und dessen Familie aus Stuttgart unterstützen ihn bei seiner Arbeit und schenken ihm ein neues familiäres Umfeld. Saeed ist dankbar für die Menschen in seinem Leben, die an ihn glauben. „Wir Menschen brauchen das. Wir können nicht alles allein machen. Wenn ich sehe, Marion ist stolz oder mein Ehemann ist ganz stolz auf meine Arbeit, das gehört nicht mir selbst, sondern meiner Familie und meinem Team.“
Magdalena hat Endometriose
Erst nach zwölf Jahren Schmerz wird es Magdalena diagnostiziert: Endometriose. So meistert sie ihren Alltag, geprägt von ihrer Krankheit.
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