Camille und Sonja lieben pfälzisches Essen und kochen Bratwurst, Saumagen und Dampfnudeln in veganer Form

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Von Autor/in Michèle Kraft

Zwei junge Frauen in schwarz gekleidet mit grüner Schürze stehen vor dem Eingang eines Lokals
„Wir lieben die Pfalz, weil es deftiges Essen gibt, guten Wein und schöne Landschaft.“
Junge Frau mit weiß-schwarzen Haaren steht grinsend am Bierzapfhahn und füllt ein Glas.
In Camille und Sonjas Lokal gibt es Saumagen, Bratwurst und Wurstsalat - und das alles vegan.
Pfanne mit Bratkartoffeln, die mit einer Grillzange gewendet werden.
„Gerade in der veganen Community wünschen die sich auch deftiges Essen. Vegan bedeutet nicht immer gesund leben und Öko.“
Junge Frau in schwarz, mit grüner Schürze steht am Herd und macht Dampfnudeln.
Am Anfang war ich gar nicht so ein Fan von Dampfnudel, weil ich auch nicht damit aufgewachsen bin.
Dampfnudeln auf einem Blech
Mittlerweile esse ich ziemlich gerne Dampfnudeln.
Junge Frau mit schwarz-weißen Haaren und T-Shirt mit Eule serviert Essen.
Auf einem Teller liegen fein angerichtet Wurstsalat und Bratkartoffeln.
Jeder der das isst, sagt so: ‚Das versetzt einem in die Kindheit zurück‘.
Küchenmesser hängen an einem Magnet an der Küchenwand.
„Ich würde mir wünschen, dass die Menschen mehr über ihr Essen nachdenken. Vielleicht einfach mal darüber nachdenken, wie viel Fleisch sie konsumieren und auch, dass es Alternativen gibt.“
Junge Frau mit schwarzer Kochkleidung hält einen Teller mit Wurstsalat und Bratkartoffeln in der Hand.
Uns freut am meisten, dass so viele herkommen, die älter sind, die auch keine Vegetarier oder Veganer sind und trotzdem gerne unser Essen essen.

„Viele, die kommen und hier Saumagen essen, haben tatsächlich vorher noch nie Saumagen gegessen. Weil allein das Wort schon sehr gewöhnungsbedürftig klingt.“

Im Herbst 2022 haben Camille und Sonja ihr Lokal in einer alten Weinstube im Herzen von Speyer eröffnet. Auf den Teller kommt typisch pfälzisches Essen wie Saumagen, Bratwurst oder Dampfnudeln. Der Unterschied zu allen anderen Lokalen: Alles, was hier produziert wird, ist vegan.  „Die Idee zu dem Lokal war einfach da. Wir haben vorher zusammen in einem anderen Lokal gearbeitet. Da haben wir uns auch kennengelernt und Camille hat wirklich gute, deftige, deutsche Gerichte gekocht“, erzählt Sonja.  

Für Camille bedeutet das Essen auch eine Erinnerung an die Kindheit. „Mein Opa hat damals schon Bratwurst selbst gemacht. Ich war auch in der Küche dabei. Es wurde immer alles selbst gemacht. Ich bin nie aus dem Tütchen groß geworden. Meine Oma stand für ein Mittagessen schon morgens in der Küche.“ Heute kocht sie selbst und ist dabei auch etwas perfektionistisch veranlagt, wie sie sich selbst beschreibt.

„Ich versuche halt einfach das perfekte Rezept rauszufinden. Ich weiß, dass das nicht möglich ist, aber einfach für mein gutes Gefühl.“

Beide lieben die Pfälzische Küche, haben aber im veganen Bereich keine richtigen Alternativen gefunden. „Es gibt schon viel Veganes, aber nicht unbedingt Hausmannskost. Die meisten machen irgendwelche Bowls oder Ramen, Burger, Falafel.“ Deftiges Essen suchen beide meistens vergeblich.

„Gerade in der veganen Community, die wünschen sich auch deftiges Essen. Vegan bedeutet nicht immer gesund leben und Öko und Bio."

Beide freuen sich über die vielen älteren Gäste, die keine Vegetarier oder Veganer sind und trotzdem das Essen lieben. „Das Überraschende war, dass wir so viele ältere Gäste haben. Viele aus der Nachbarschaft, die jetzt Stammgäste sind, was total schön ist.“

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