Der lange Kampf gegen Depression

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Von Autor/in Heiko Wirtz-Walter, Niko Zakarias

Die Depression übernimmt alles. Man ist nicht mehr fähig zu denken und hat keine Macht mehr über sich selbst.

Vor 20 Jahren haben Reine und ihr Mann Josef ihren Sohn verloren. Er war 10 Jahre alt und starb an den Folgen einer Gehirn-Erkrankung. Der Tod des einzigen Kindes war der Auslöser für die Depression von Reine. „Ich hatte keine Kraft mehr und habe Fressattacken gekriegt. Ich habe versucht, meine Probleme mit Essen zu kompensieren“, sagt Reine.

„Ich war nicht mehr fähig zu laufen, war wie gelähmt“, erklärt Reine. Mehrmals war sie im Pfalzklinikum in Klingenmünster in stationärer Behandlung. Auch danach geht sie dort regelmäßig zur Psychotherapie: „Ich weiß, dass mir hier geholfen wurde. Hier fühle ich mich sicher. Wie unter einer Käseglocke ist man hier geschützt“.

Schwieriger ist oft der Alltag zuhause. In ihrem Wohnzimmer stehen beispielsweise Bilder von Reines verstorbenem Sohn. „Ich gucke die nie an. Ich kann nicht, weil ich dann weiß, dass er fehlt“, erzählt Reine, „aber wenn was nicht gut ist, habe ich oft das Gefühl, dass er mich anschiebt und sagt: ‚Mama, mach‘ weiter‘.“

Trotz der Klinikaufenthalte und der Therapie ist Reines Weg aus der Depression noch nicht zu Ende. Um ihre Fressattacken unter Kontrolle zu bringen, steht eine Reha an. Anfang des Jahres hat die Café-Inhaberin damit begonnen.

Die ganze Doku findet ihr hier:

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