Für mich ist das hier eine Form von Menschsein, weil die Gesellschaft nicht so weit ist, dass wir Schule nicht mehr brauchen, weil Kinder überall lernen können.
Eigentlich war Silke Lehrerin an einer Realschule, aber mit dem Regelschulsystem kam sie so nicht mehr klar. Als erstes steigt Silke aus dem Job aus, versucht zur Ruhe zu kommen und den Schulalltag zu verarbeiten, den sie so nicht mehr mittragen wollte. „Weil einfach die Grundsätze, die da gelebt werden, egal wie gut man es macht, so an der Natürlichkeit vorbei sind, wie es einfach nur vorbei sein kann.“
Ein Neustart in der freien Bauernhof-Waldschule
Das Schulprojekt der freien Bauernhof-Waldschule Südpfalz war damals in Gründung und Silke wird von den Eltern angesprochen, ob sie nicht hier weiter als Lernbegleiterin arbeiten möchte. Hier gibt es keine Lehrer oder Lehrerinnen, sondern die Pädagoginnen und Pädagogen verstehen sich als Begleitung des Lernens der Kinder. Erst ist Silke skeptisch, aber dann ist sie begeistert. „Dann kam die Frage wieder und dann hatte ich das Gefühl: Ok, draußen sein, im Wald, viel Musik, mit den Tieren in der Natur – Mega!“
Mittlerweile ist die Schule von einer genehmigten Schule zu einer anerkannten Schule geworden. Das bedeutet, dass sie auch Mittel aus öffentlicher Hand bekommt, vorher war alles selbstfinanziert. Aktuell können Kinder hier von der 1. bis zur 4. Klasse in die Schule gehen, der Unterricht wird altersgemischt geführt, das heißt, alle sind zusammen und teilen sich selbst ein. Gelernt wird nicht nur in den zwei Jurten und dem umgebauten Bauwagen, sondern vermehrt draußen im Wald oder im angrenzenden Gelände des Josefshofs mit Garten und Tierhaltung.
Mehr über Silke und die Bauernhof-Waldschule gibt es in unserer langen Reportage auf YouTube oder in der ARD Mediathek.
Magdalena hat Endometriose
Erst nach zwölf Jahren Schmerz wird es Magdalena diagnostiziert: Endometriose. So meistert sie ihren Alltag, geprägt von ihrer Krankheit.
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