Für andere da sein: Hekim möchte Menschen helfen

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Von Autor/in Michèle Kraft, Sophia Sibirski

Zoar heißt: ‚Eile und rette dich dorthin.‘ Das passt auch, denn ich komme aus einem Krisengebiet und ich habe mich beeilt und mich dahin gerettet.

Mit 13 Jahren ist Hekim aus der Ost-Türkei mit seiner Mutter, seinem Bruder und der Schwester nach Rockenhausen gekommen. Um bleiben zu können, mussten sie sich ein stabiles Lebensfundament aufbauen. „Durch die Lehrerin meiner Schwester sind wir auf Zoar gekommen. Zoar hat uns unterstützt, weil wir wären abgeschoben worden, zurück in die Türkei. Wir durften nur in Deutschland bleiben, wenn wir arbeiten und uns selbst versorgen. Das heißt, nicht auf Kosten des Staates leben.“

Die Evangelische Diakonie Zoar stellt der Familie Ausbildungs- und Arbeitsplätze. Hekim macht eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker und danach den Meister. Berufsbegleitend hat er den technischen Betriebswirt und den Sonderpädagogischen Lehrgang absolviert. Heute leitet er die hauseigene Autowerkstatt und die Fahrzeugreinigung von Zoar mit drei Mitarbeitern. Dort werden die 260 Firmenfahrzeuge gewartet, aber auch Aufträge von außen angenommen.

Mir bedeutet die Kfz-Werkstatt sehr, sehr viel. Wenn man eine gute Beziehung zu den Arbeitskollegen hat, dann geht man auch gerne arbeiten.

Zu seinen ‚Jungs‘, wie er seine Mitarbeiter nennt, hat er eine sehr gute Beziehung. Alle haben eine Beeinträchtigung und bekommen von Hekim besondere Aufmerksamkeit. Er hilft Ihnen, wenn sie Schwierigkeiten haben, erklärt alle Arbeitsschritte mit Ruhe und Geduld und fährt alle zwei Jahre mit ihnen in den Urlaub.

Hekim ist es wichtig, für andere da zu sein. Er möchte die Hilfe, die er damals bekommen hat, so an andere weitergeben. Er überlegte sich: „Ok, Hospiz, da sind Menschen, die ihre letzte Stunde, ihre letzten Tage, vielleicht letzte Woche verbringen. Die sind auf Spenden angewiesen.“ So entstand eine Spendengala für das Kinderhospiz in Form eines musikalischen Abends, der bereits drei Mal stattfand. Auch half er einem seinem Mitarbeiter Işo dabei, seine leibliche Mutter zu finden. Dafür organisierte er für alle gemeinsam eine Reise in die Türkei.

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